<b>Von Miriam Roschatt</b><BR /><BR />Anfang 2022 packten Moritz Klammsteiner und Philipp Kreuzer ihre Koffer und machten sich auf den Weg nach Barcelona – mit einem klaren Ziel vor Augen: ein Brunch-Lokal zu eröffnen, das sich von den unzähligen anderen in der katalonischen Hauptstadt abhebt. Und das ist ihnen gelungen.<h3> Süßes Hängeäffchen</h3>Ihr „Exotica Brunch“ entführt die Gäste seither in eine tropische Oase mitten im Stadttrubel. Eine lebensgroße Giraffe grüßt freundlich am Eingang, während ein süßes Hängeäffchen über den Tischen baumelt, umgeben von vielen üppig-tropischenDekopflanzen.<BR /><BR />Doch nicht nur die Einrichtung versetzt Besucher direkt in den Dschungel, auch die Speisekarte bringt ganz spezielle Genüsse auf den Teller: von Avocado-Toasts mit Shiitakepilzen und Serranoschinken bis hin zu Waffeln mit Wa<?TrVer> sabi-Eis, marinierten Gurken und Räucherlachs. Was für ein Gaumenschmaus! <BR /><BR /><h3> Von wegen Fachkräftemangel</h3>Schon kurz nach der Eröffnung ihres „Exotica Brunch“ am 5. Dezember 2022 standen Moritz Klammsteiner und Philipp Kreuzer vor einem unerwarteten Luxusproblem: In ihrem Lokal in der Carrer de Calábria, etwa 30 bis 40 Gehminuten von der Sagrada Familia entfernt, mussten sie täglich bis zu 50 hungrige Gäste abweisen – der Andrang war schlicht zu groß. Ihr besonders exotisches Konzept schlug ein wie eine Bombe. <BR />Deshalb haben die beiden vor etwa zwei Wochen den nächsten großen Schritt gewagt: Sie sind in ein größeres Lokal umgezogen – mit Giraffe und Kletteräffchen natürlich. Statt zwölf können sie nun an 19 Tischen ih<?TrVer> re Gäste verwöhnen. Zudem liegt ihr neuer Standort noch zentraler als der vorherige, in der Carrer de Trafalgar, mitten im Herzen Barcelonas.<BR /><BR />Doch nicht nur der Standort hat sich verändert – auch im Team gibt es frischen Wind: „Ich stehe mittlerweile nicht mehr alleine in der Küche“, freut sich der ausgebildete Koch Philipp Kreuzer: „Wir sind jetzt zu fünft.“<BR /><BR />Auch im Service haben sie aufgestockt: Gemeinsam mit Moritz Klammsteiner sind sie nun auch dort ein Team von fünf er Personen. Ob sie Schwierigkeiten hatten, Personal zu finden? „Ganz im Gegenteil!“, berichtet Kreuzer: „Wir haben die Stellen etwa zwei Monate vor dem Umzug ausgeschrieben und erhielten unglaubliche 1500 Bewerbungen!“<h3> Philipp Kreuzer: „Wir schlafen nicht!“</h3>Nun ist der Umzug geschafft, und die beiden Südtiroler sind überglücklich. Nicht nur wegen ihres großen Erfolgs, sondern auch, weil ihre Freundschaft und ihr Zusammenhalt nach wie vor sehr stark sind, auch wenn sie sich manchmal dann doch gegenseitig die Hörner abstoßen. „Das hat sicherlich damit zu tun, dass wir zwei Steinböcke sind“, schmunzelt Moritz Klammsteiner. Er weiß aber auch, dass sie beide der Ehrgeiz verbindet. Während sie bis vor dem Umzug noch sechs Tage die Woche geöffnet hatten, sind es jetzt beeindruckende 365 Tage im Jahr.<BR />Langweilig wird es bei den Südtiroler Überfliegern in Barcelona jedenfalls nicht. Und wer weiß, welches spannende Projekt als Nächstes ansteht? „Nur so viel sei verraten“, fügt Philipp Kreuzer dann noch mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wir schlafen nicht!“