Sonntag, 17. Januar 2016

Südtiroler sind die Schneeschnitzkönige von Ischgl

Alle Jahre wieder sind Schneeschnitzer aus Südtirol beim Schneeskulpturenwettbewerb „Formen in Weiß“ im österreichischen Ski-Mekka Ischgl mit dabei. Und alle Jahre wieder zeigen sie in einem internationalen Starterfeld ihr Können. So auch heuer trotz teils widrigster Wetterbedingungen. Aber der Einsatz hat sich gelohnt. Mit der Figur „Lion“ sicherten sich Simon Rauter und Peter Waldboth aus Garn/Feldthurns den Sieg.

Der Löwe hat gesiegt: Simon Rauter und Peter Waldboth aus Garn/Feldthurns sicherten sich Platz eins beim Ischgler Schneeskulpturenwettbewerb. - Foto: Pierluigi Orler
Der Löwe hat gesiegt: Simon Rauter und Peter Waldboth aus Garn/Feldthurns sicherten sich Platz eins beim Ischgler Schneeskulpturenwettbewerb. - Foto: Pierluigi Orler

Clowns, Löwen und Robben mitten auf der Skipiste: In Ischgl können Wintersportler ab diesem Wochenende überlebensgroße Zirkusfiguren aus Schnee auf über 2.300 Meter Seehöhe bestaunen. Möglich macht dies der seit 23 Jahren jährlich stattfindende Schneeskulpturenwettbewerb.

Ein Zirkus aus 500 Tonnen Schnee

Heuer haben neun internationale Künstlerpaare von Montag bis Freitag eine riesige Zirkusmanege mitten im Skigebiet erschaffen. Aus 500 Tonnen Schnee sind bis zu fünf Meter hohe Kunstwerke entstanden. 
Dabei waren die Wetter- und somit Arbeitsbedingungen im Freien an manchen Tagen alles andere als einladend.

 

Schneestürme und eisige Windböen machten das Arbeiten mit den Schneemassen alles andere als angenehm. 

Platz eins und drei gehen an Südtirol

Doch wie in jedem Jahr zahlt sich der Einsatz aus. Und die Südtiroler Teilnehmer können einmal mehr feiern. Denn: Am Ende einer langen Woche gewannen Simon Rauter und Peter Waldboth aus Garn/Feldthurns mit dem „Lion“. "I muas es erst no realisieren", sagt Rauter völlig überwältigt nach der Preisverteilung. 

Simon Rauter vom Südtiroler Siegerteam bei der Arbeit. - Foto: Pierluigi Orler

Der zweite Platz ging an die Skulptur „Virtuose Robben oder who the fuck is Messi“ des deutschen Teams Ralf Rosa und Peter Fechtig. Platz drei sicherte sich die „Seiltanz Akrobatin“ von Ivo Piazza und Reiner Kasslatter aus Gröden.

Platz drei ging am Ivo Piazza und Reiner Kasslatter aus Gröden mit der "Seiltanz Akrobatin". - Foto. Pierluigi Orler

Und auch die Plätze 5 (Lorenz Demetz und Thomas Mussner, St. Ulrich/Gröden) sowie 6 (Ivan Holzknecht und Armin Rifesser, Gröden) gingen an die Südtiroler Schneeschnitzer-Profis. Sie kehren nach einer anstrengenden Arbeits- und Partywoche einmal mehr erfolgreich nach Hause zurück.
Ihre Skulpturen werden sich - so lange es Sonne und neugierige Besucher zulassen - noch gar einige Zeit halten und Ischgl auch auf der Piste in einen Zirkus verwandeln.

stol/ker

stol