Mit 4,3 Hochzeiten je 1000 Einwohner befand sich Südtirol im Jahr 2022 ganz vorn bei den Eheschließungen in Italien (siehe Infografik).<BR /><BR /> Dahinter folgten Kampanien (3,9 Prozent), Kalabrien (3,8 Prozent), Sizilien (3,8 Prozent) und Apulien (3,7 Prozent). Die niedrigste Rate verzeichneten die Lombardei (2,8 Prozent), Friaul-Julisch-Venetien (2,8 Prozent) und Sardinien (2,7 Prozent). Der gesamtstaatliche Durchschnitt lag bei 3,2 Prozent. Das geht aus einer aktuellen ASTAT-Erhebung hervor. Exakte Daten zum Jahr 2023 sind noch nicht bekannt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1049109_image" /></div> <BR /><BR />Noch beliebter war Heiraten in der Schweiz (4,7 Prozent) und in Österreich (5,2 Prozent). Im Bundesland Tirol betrug die Eheschließungsrate 5,6 Prozent. Das ist beinahe doppelt so viel wie im Trentino (2,9 Prozent). <h3> Über 2000 Hochzeiten im vergangenen Jahr</h3>Bekannt sind auch folgende Zahlen: So fanden im vergangenen Jahr in Südtirol 2.209 Hochzeiten statt, das ist ein Minus von 116 Eheschließungen im Vergleich zu 2022. Nichtsdestotrotz lag dieser Wert über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. <BR /><BR />Zu heiraten ist also nach wie vor im Trend. Dabei bevorzugten Paare immer mehr die standesamtliche Trauung (74,1 Prozent im Jahr 2023), insbesondere in den großen Gemeinden. In Bozen und Meran heirateten 2023 über 85 Prozent der Paare standesamtlich. Im restlichen Staatsgebiet betrug der Prozentsatz der Eheschließungen auf dem Standesamt 56,4 Prozent.<h3> Vor 20 Jahren waren die Brautleute etwa 5 Jahre älter</h3>Knapp jede vierte geschlossene Ehe im vergangenen Jahr war eine Zweitehe. Vor allem Männer trauten sich ein weiteres Mal – und das bis ins hohe Alter. Spät zu heiraten entspricht dem Zeitgeist. Denn der Hochzeitstermin wird immer weiter nach hinten geschoben. So lag das durchschnittliche Alter des Bräutigams bei der Erstheirat 2023 bei 38,9 Jahren, jenes der Braut bei 36,4 Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2003 waren die Brautleute so etwa 5 Jahre älter. <h3> Immer mehr eingetragene Lebenspartnerschaften </h3> Außerdem wurden im Vorjahr 31 Lebenspartnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen eingetragen. Es handelte sich um 20 weibliche und 11 männliche Paare. <BR /><BR />Laut der ASTAT-Studie war der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2023 der September. Gern wurde auch im Juni und Mai geheiratet. Im Januar und Februar hingegen ließen sich am wenigsten Paare trauen. <h3> Hochzeitstourismus boomt </h3>Nicht alle Hochzeitspaare des vergangenen Jahres hatten ihren Wohnsitz in Südtirol. 15,1 Prozent aller Getrauten lebten im Ausland. Am liebsten wurde im Burggrafenamt und im Pustertal geheiratet.