<b>Von Miriam Roschatt</b><BR /><BR />Sie ist ei<?TrVer> ne überzeugte Romantikerin. Und von Beruf Hochzeitsplanerin. „Das passt doch wie die Faust aufs Auge, oder?“, muss Sandra Resch (27) schmunzeln, wenn sie über sich erzählt. Aufgewachsen ist die sympathische „Ja-Wort-Expertin“ im beschaulichen Steinegg – obgleich man sie dort nur noch selten antrifft.<BR /><BR />Vor mittlerweile neun Jahren kehrte die damals 18-Jährige ih<?TrVer> rem Heimatdorf den Rücken und wanderte nach Palma de Mallorca aus. Dort studierte sie „Business Management“ mit Schwerpunkt Hotel-, Tourismus- und Eventmanagement in drei Sprachen: Deutsch, Englisch und Spanisch. „Ich sehnte mich nach dem spanischen Lebensgefühl“, erklärt sich Resch heute ihre Entscheidung, Südtirol zu verlassen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268895_image" /></div> <BR />Nach dem Studium sammelte die junge Frau erste Erfahrungen im Eventbereich und organisierte auf <?Uni SchriftWeite="93ru"> „Malle“ zahlreiche Messen, Firmenevents<?_Uni> und Jubiläen. „Wer in dieser Branche bestehen will, muss vor allem Flexibilität, Freude am Austausch und Kreativität mitbringen“, verrät die arbeitsame Powerfrau. Mit viel Erfahrung im Gepäck wagte Sandra Resch vor eineinhalb Jahren dann den ganz großen Schritt in die Selbstständigkeit. Seitdem führt sie ein „One-Wo<?TrVer> man“-Unternehmen – und zwar als Hochzeitsplanerin für luxuriöse Destinationshochzeiten, sogenannte „Luxury Destination Weddings“.<BR /><BR /><h3> Gut betuchter Kundenstamm</h3>Gemeint sind damit exklusive Hochzeiten an Traumorten im Ausland – wie etwa an der Amalfiküste oder auf Mallorca. Für das Brautpaar und seine Gäste bedeutet dies in der Regel, dass sich die Feierlichkeiten über mehrere Tage erstrecken. Das macht die Hochzeit zu einem intensiven Erlebnis, aber auch zu einem hochpreisigen Vergnügen.<BR /><BR />Dementsprechend „speziell“ sind auch die Auftraggeber von Sandra Resch: „Zu meinen Kunden zählen vorwiegend wohlhabende Engländer und Iren sowie gut situierte US-Amerikaner, die für ihre mehrtägige Traumhochzeit schon mal einen hohen fünfstelligen Betrag ausgeben“, verrät die Hochzeitsplanerin, die sich dank des großzügigen Budgets ih<?TrVer> rer Kundschaft nach Herzenslust kreativ austoben kann. <BR /><BR /><h3> Blick hinter die Kulissen</h3>Doch wie läuft die Arbeit einer Luxus-Hochzeitsplanerin genau ab? „Am Anfang jeder Saison lege ich fest, wie viele Hochzeitsanfragen ich betreue. Für 2026 sind es neun“, erklärt sie. Dann geht' s ans Eingemachte: In mehreren Video-Calls bespricht die 27-Jährige mit ihren Kunden, wie sie sich ihre Traumhochzeit auf Mallorca vorstellen, und entwickelt gemeinsam mit dem Brautpaar ein individuelles, mehrtägiges Hochzeitskonzept. Dazu zählen u.a. sog. „Pre-Partys“ <I>(Partys vor der eigentlichen Hochzeit, bei der sich alle Eingeladenen kennenlernen können)</I>, Freizeitaktivitäten für die Gäste, dann der große Hochzeitstag sowie „After-Wedding-Brunches“ und weitere Highlights, die das Hochzeitswochenende einzigartig machen. <BR /><BR />Unverzichtbar ist dabei das mallorquinische Netzwerk der Unternehmerin, bestehend aus zahlreichen Partnern und Dienstleistern, mit denen sie eng zusammenarbeitet; darunter 50 Betreiber von Event-Locations sowie eine Vielzahl an Catering- und Transportfirmen, Trauredner, Floristen, Musiker, Stylisten, Techniker, Animateure, Fotografen, Videografen und Content Creators. Für all diese Bereiche übernimmt die Hochzeitsplanerin vor Ort die komplette Verantwortung. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268898_image" /></div> <BR />Gelegentlich reisen ihre Kunden auch selbst vorab nach Mallorca, um letzte Details persönlich zu klären. Dabei kommt es nicht selten zu kleinen „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen den Brautleuten, wie Sandra Resch schmunzelnd bemerkt: „In Sachen Deko, Farbe und Blumenschmuck zanken sich fast alle Liebenden“, erzählt sie über klassische kleine „Hochzeitskrisen“ in der heißen <?Uni SchriftWeite="96ru"> Planungsphase. Dann ist die „Stoaneggerin“<?_Uni> in ihr gefragt: Mit einer guten Portion Pragmatismus und Hausverstand sorgt sie dafür, dass am Ende alle zufrieden sind.<BR /><BR /><h3> Der Tag aller Tage</h3>Nach wochenlanger Vorbereitung freut sich Sandra anschließend auf das große Hochzeitsfest, in das sie so viel Herzblut investiert hat. Das Highlight für sie ist – natürlich – der eigentliche Hochzeitstag. „Da huscht mir schon mal ein Tränchen über die Wange“, gesteht die Romantikerin lachend. Ansonsten zählt für die Hochzeitsexpertin vor allem eins: dass alles reibungslos abläuft. „Und wenn doch einmal etwas Unvorhersehbares geschieht, darf man sich das als Hochzeitsplanerin keinesfalls anmerken lassen“, spricht der Profi aus Sandra Resch. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268901_image" /></div> <BR />In Sachen „Locations“ sind bei ih<?TrVer> ren Kunden übrigens Fincas im Landesinneren sehr beliebt. „Sie bestechen durch ihre Naturverbundenheit und Abgeschiedenheit. Auch Pools werden gerne da<?TrVer> zugebucht“, verrät die detailverliebte Unternehmerin. Bei der Hochzeitsdeko stünden aktuell natürliche Farbtöne wie Grün, Gelb und Orange hoch im Kurs. Sie sollen das Flair der Insel widerspiegeln. Eine Insel, die sich langsam vom Image „Sauf-Tourismus“ verabschieden und stattdessen auf Exklusivität und Nachhaltigkeit setzen will. Etwas, das auch Sandra Resch bewusst unterstützen möchte: „Meine Hochzeiten kommen ohne Plastik und Feuerwerke aus, und ich achte darauf, möglichst nur mit lokalen Anbietern zusammenzuarbeiten“, erklärt sie ihr Anliegen, weiß aber auch, dass viele Menschen auf der Insel mit ganz anderen Problemen als Plastik zu kämpfen haben. „Es geht ums Geld.“ <h3> „Ein riesengroßes Problem“</h3>„Viele hier kämpfen mit steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten und müssen trotz harter Arbeit mit geringen Löhnen auskommen. Das ist ein riesengroßes Problem“, findet sie nachdenklich. Auch hierfür möchte die Jungunternehmerin zukünftig Verantwortung übernehmen: „Gerade im Tourismus ist es entscheidend, Mitarbeiter fair zu entlohnen. Faire Bezahlung bildet die Grundlage für Motivation, Zufriedenheit und Erfolg in der Branche, die für die Insel und ihre Bewohner überlebenswichtig ist“, ist sie überzeugt.<h3> „Vielleicht liest das hier ja …“</h3>Gerade deshalb bereut Sandra Resch den Weg in die Selbstständigkeit nicht und freut sich, wenn ihr Business zukünftig engagierte Mitarbeiter gewinnt. Denn momentan macht sie noch alles selbst: von der Buchhaltung übers Marketing bis zur Kommunikation mit den Kunden … Ob da noch Zeit für einen Mann bleibt? „Ja, klar“, schmunzelt die Steineggerin und gesteht, dass sie selbst noch sehnsüchtig auf die große Liebe wartet. „Aber vielleicht liest das hier ja ein netter Südtiroler und denkt sich: ‚Da fahre ich glatt mal nach Mallorca‘!“