Samstag, 20. Juni 2015

Tausende stellten Schlacht von Waterloo in Belgien nach

Kavallerie, Kanonendonner und opulente Uniformen: Bei Waterloo haben am Freitagabend fast 6.000 Darsteller die nach dem belgischen Örtchen benannte Schlacht nachgestellt.

Vor 200 Jahren läutete die Schlacht von Waterloo den Untergang des französischen Kaisers Napoleon (Im Bild) ein. Nun wurde sie von fast 6.000 Darstellern nachgestellt.
Vor 200 Jahren läutete die Schlacht von Waterloo den Untergang des französischen Kaisers Napoleon (Im Bild) ein. Nun wurde sie von fast 6.000 Darstellern nachgestellt. - Foto: © shutterstock

Unter dem Titel „Der Angriff der Franzosen“ führten sie den ersten Teil der historischen Auseinandersetzung vor, die vor 200 Jahren den Untergang des französischen Kaisers Napoleon einläutete.
Um die 60.000 Zuschauer verfolgten das Spektakel auf Tribünen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Inmitten wogender Getreidefelder trafen dabei die Truppen des Napoleon-Darstellers Frank Samson, eines französischen Anwalts, auf die Männer des Herzogs von Wellington, dargestellt von dem Briten Alan Larsen. Kommentatoren erläuterten das Geschehen per Lautsprecher in mehreren Sprachen. Beim zweiten Teil der Nachstellung am Samstagabend sollten die Soldaten des preußischen Befehlshabers Blücher, dargestellt vom Leipziger Klaus Beckert, dazustoßen.

Getrübte Sicht dank Pulverdampf

Zuschauer zeigten sich nach einem Bericht des Rundfunksenders RTBF indes teils verärgert über schlechte Sicht auf das Kampfgetümmel. Insbesondere große Entfernungen und Pulverdampf hätten gestört.
Die umliegenden Gemeinden lassen sich die Veranstaltungen rund um das Jubiläum Belga zufolge insgesamt zehn Millionen Euro kosten. Das nahe gelegene Museum wurde jüngst renoviert.

apa/dpa

stol