Entspricht ein Hundejahr 7 Menschenjahren? Heute weiß man, dass diese weit verbreitete Meinung nicht ganz korrekt ist. Immerhin sind Hunde und Katzen bereits nach einem Jahr in der Pubertät und nach dem ersten Lebensjahr altern sie langsamer. Grundsätzlich kann man sagen, dass Hunde bereits ab 7 Jahren zu altern beginnen. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 10 bis 13 Jahren, wobei kleinere Hunde laut Statistiken meist länger leben als große, Mischlinge länger als Rassehunde.<BR /><BR />Katzen gelten ab ca. 12 Jahren als „alt“. Dennoch können sie aber noch viele Jahre gesund weiterleben. Insofern sind Katzen, die ein Alter von 20 Jahren erreichen, keine Seltenheit. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann Hunde oder Katzen „alt“ sind. <h3> Es gibt jedoch Anzeichen, ab wann unsere Haustiere besondere Fürsorge brauchen:</h3>1. Hund und Katze schlafen mehr und werden meist anhänglicher und „verschmuster“. Jetzt sollte man sich etwas mehr Zeit für Streicheleinheiten und Beschäftigungen nehmen.<BR /><BR />2. Der Hund hat Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder beim Einsteigen ins Auto. In diesem Fall kann das Anschaffen einer Rampe hilfreich sein.<BR /><BR />3. Die Sinne verschlechtern sich. Unsere Tiere sehen und hören nicht mehr so gut wie früher. Für Haustierhalter bedeutet das, sie sollten jetzt geduldiger mit ihren Lieblingen sein.<BR /><BR />4. Katzen können unsauber werden. Es macht also durchaus Sinn, mehr Katzentoiletten in der Wohnung aufzustellen.<BR /><BR />5. Wenn die Katze sich nicht mehr so sauber putzt, sollte man darauf achten, sie regelmäßig zu bürsten, damit das Fell nicht verfilzt. Selbiges gilt selbstverständlich auch fürs Hundefell.<h3> Was man beachten sollte</h3>Ernährung anpassen: Da sich unsere Haustiere im Alter nicht mehr so viel bewegen, sollte man auf das richtige Futter achten. Einige brauchen nicht mehr so viel oder energieärmeres Futter, damit sie nicht zunehmen. Übergewicht sollte man vermeiden, da dies die Gelenke belastet. Auch bei eventuellem Zahnverlust muss man die Ernährung anpassen. Bei Katzen ist besonders darauf zu achten, dass sie genug trinken, um Nierenprobleme zu vermeiden. Hier sollte Nassfutter täglich auf dem Speiseplan stehen.<BR /><BR />Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt: Um mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, sollten Herrchen und Frauchen auf plötzlich auftretende Veränderungen ihrer Tiere achten und eventuell regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen.<BR /><BR />Auslauf muss sein: Auch ältere Hunde mögen Bewegung und freuen sich über Abenteuerspaziergänge und Entdeckungstouren. Allerdings sollte man die Routen so wählen, dass sie die Tiere nicht überanstrengen. Kürzere Strecken oder mehrere Pausen sind sinnvoll. Zudem frieren ältere Tiere leichter. Vor allem jetzt im Herbst und Winter sollte der Hund gleich nach dem Spazierengehen ins Trockene kommen. Freigängerkatzen brauchen ebenso einen warmen und trockenen Schlafplatz.<BR /><BR />Ruhephasen akzeptieren: Vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern ist unbedingt darauf zu achten, dass Hund und Katze sich an ein ruhiges Plätzchen zurückziehen können.<BR /><BR />Abschied nehmen: Wer Haustiere hält, muss sich früher oder später unweigerlich mit dem Gedanken des Abschieds auseinandersetzen. Wenn der Tierarzt nicht mehr helfen kann, hat man als Herrchen oder Frauchen die Pflicht, seinen Hund oder seine Katze vom Leiden zu erlösen. Dabei sollte man diesen letzten Weg unbedingt gemeinsam gehen und das Tier in den letzten Stunden seines Lebens nicht alleine lassen.