Gerda dürfte laut Experten um die zehn Jahre alt sein und es ist bereits das achte Jahr, in dem sie ihre Eier an einem der weltweit höchsten bekannten Brutplätze, ganz oben im Schwazer Glockenturm, ausbrütet. <BR /><BR />Sobald die Küken geschlüpft sind, beginnt die große Reise zum Wasser. Die Gänsemutter fliegt voraus und ihre Sprösslinge springen hinterher. Die kleinen Küken können zwar noch nicht fliegen, überleben den Fall aus rund 50 Meter Höhe jedoch, weil sie sehr leicht und widerstandsfähig sind. Mit ihren Flügelansätzen können sie lediglich ihren Sturz etwas steuern. Gelandet sind sie im Schwazer Stadtpark, von wo aus zu Fuß weitergewatschelt wurde.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311297_image" /></div> <BR /><BR />Den weiten Weg zum Inn muss die Gänsemutter mit ihrem Nachwuchs aber nicht alleine bestreiten: Das Gänsesägerteam rund um Vogelkundler Reinhard Hölzl begleitet sie freiwillig und achtet darauf, dass die Reise ohne Zwischenfälle verläuft. Auch Polizeibeamte boten Geleitschutz, schließlich führt der Weg an der Bundesstraße entlang. So konnten die Tiere die Strecke von etwa 400 Metern unfallfrei bewältigen. <BR /><BR />Interessierte konnten das Spektakel bereits vorher live und mit Ton verfolgen, das Team hatte am Nistplatz eine Kamera angebracht. Unzählige Schaulustige folgten Gerda und ihren Küken schließlich auf ihrem Weg in die große weite Welt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311300_image" /></div> <BR /><BR />Ordnerpersonal und Absperrungen verhinderten dabei, dass die Tiere sich von den Zuschauern gestresst fühlen könnten. Nach rund 20 Minuten war alles vorbei und die junge Familie konnte in Ruhe im Inn planschen. <BR /><BR /> Ob Gerda auch im nächsten Jahr wieder im Schwazer Glockenturm nistet und das tierische Schauspiel in den dann neunten Akt geht, wird sich wohl noch zeigen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311303_image" /></div>