Donnerstag, 28. Februar 2019

Tinder für Rinder

Wie wäre es mit dieser Kuh? Oder mit dieser? Und passt dieses Rind vielleicht für meinen Zuchtbullen? Das sind Fragen, auf die Rinderfarmer jetzt schnell eine Antwort finden können. Möglich macht das eine neue App, die sich die Rinderzüchter aufs Smartphone laden können. Sie nennt sich Tudder. Und ist so etwas wie Tinder für Rinder.

Tudder: Eine einzigartige Dating-App für Rinder und deren Besitzer.
Tudder: Eine einzigartige Dating-App für Rinder und deren Besitzer. - Foto: © shutterstock

Wer sein Rind anbieten will, macht ein Foto und stellt es bei Tudder ein. Zusammen mit weiteren wichtigen Informationen, die man über das Tier wissen sollte.

Die Firma von Doug Barnier hat die App entwickelt: "Die Idee von Tudder ist es, sich von Tinder inspirieren zu lassen und es für die Viehzucht zu übernehmen. Tatsächlich ist es viel einfacher, passende Rinderpaare online zu finden, als es bei Menschen ist. Denn es gibt ganz viele Daten, die hinter diesen wunderschönen Tieren stehen. Damit kann man vorhersagen, wie ihr Nachwuchs aussehen wird.

Das ist für den Farmer sehr wertvoll, genauso Daten zur möglichen Milchproduktion und zum Eiweißgehalt der Milch. Auch Hinweise dazu, ob die Kuh leicht Kälber bekommen kann."

Vernetzung unter Rinderzüchter

Eine derartige Dating-App für Rinder ist nach Angaben der Tudder-Macher bisher einzigartig. Damit, so sagt Rinderzüchter James Bridger können sich die Farmer vernetzen und so viel Zeit sparen.

"Das Wichtigste ist, dass man all diese Daten im Hintergrund hat. Das alles hat man nicht, wenn man zum Beispiel zum Viehmarkt geht. Abgesehen davon, dass man gar nicht die Zeit hat, sich jedes Tier anzuschauen. So hat man all diese Daten, die man nur lesen muss. Alles, was man dafür tun muss, ist auf die App zu gehen. Dort findet man alles, was man zu einem bestimmten Tier wissen muss."

Die ersten Reaktionen auf Tudder waren positiv. Die App wird nach Angaben der Betreiber gut angenommen. Die Digitalisierung ist längst auch im Kuhstall angekommen. Was die Rinder von dem Ganzen halten, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

reuters/stol

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