<b>Herr Götsch, Bartwuchs ist heutzutage wieder eine Art modisches Statement, welcher Stil ist zurzeit besonders in?</b><BR />Oliver Götsch: Sehr viele Männer tragen Dreitagebart. Dieser wird von vielen bevorzugt, da er pflegeleicht ist. Wird ein schöner fülliger Dreitagebart angestrebt, sollte man ihn mehrere Wochen lang regelmäßig stutzen, sodass er eine einheitliche Länge erreicht. Aufgrund der Maskenpflicht während der Pandemie wurden lange Bärte etwas seltener, aber auch diese sind nun wieder im Kommen.<BR /><BR /><b>Ein gepflegter Bart bedarf einer regelmäßigen Rasur, wie sieht diese aus?</b><BR />Götsch: Der Rasur sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man es wünscht, kann man sich auch jeden Tag den Bart scheren. Wichtig hierbei ist, ein scharfes Rasiermesser zu verwenden. Nicht zu empfehlen ist Rasierschaum aus der Sprühdose, die Wahl sollte eine hochwertige Rasierseife treffen. Im schlimmsten Fall führt ersteres nämlich zu einem sogenannten Rasurbrand, der das Entstehen von Hautrötungen, Juckreiz oder Pickeln verursacht. Mithilfe eines angefeuchteten Rasierpinsels trägt man den Seifenschaum in kreisförmigen Bewegungen auf das Gesicht auf, sodass dieser das Haar umschließt und es zum Aufstehen bringt. Nun steht der Rasur nichts mehr im Wege.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66432962_quote" /><BR /><BR /><b><BR />Das bedeutet Nass- anstatt Trockenrasur?</b><BR />Götsch: Stets nass und mit Pinsel, wie es bereits bei unseren Großvätern gang und gäbe war – sie haben das Handwerk wahrlich verstanden. Diese Art der Rasur löst einen Wohlfühleffekt aus, verleiht Frische im Gesicht und ist am schonendsten für die Haut. Noch ein zusätzlicher Tipp: Idealerweise führt man die Rasur morgens direkt nach dem Duschen durch, da Haut und Haar in diesem Fall bereits angeweicht sind.<BR /><BR /><b>Mit der Rasur allein ist die Pflege noch nicht vollendet, wie geht es weiter?</b><BR />Götsch: Das Aftershave darf nicht fehlen. Es verleiht einem nicht nur einen erfrischenden Duft, sondern desinfiziert die gereizte Haut. Topseller unter den Pflegeprodukten ist das <BR />Bartöl, das der Gesichtsbehaarung einen glänzenden Schimmer aufsetzt, Feuchtigkeit spendet und sie schön weich hält. Bei langen Bärten empfiehlt sich Bartbalsam. Man sollte stets Pflegemittel ohne Silikone verwenden. Für den Frühling und den Sommer ist ein frischer Duft wie jener der Zitrone passend. Im Herbst und Winter eignet sich etwas Herberes wie Vanille.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66432967_quote" /><BR /><BR /><b>Wie oft soll der Bart gewaschen werden?</b><BR />Götsch: Ob kurz oder lang, der Bart wird idealerweise jeden Tag gewaschen. Dazu empfiehlt sich ein mildes Bartshampoo. Auch bürsten sollte man ihn täglich. <BR /><BR /><b>Bei stetiger Rasur wächst der Bart schneller: Handelt es sich hierbei um Mythos oder Wahrheit?</b><BR />Götsch: Ein hartnäckiges Gerücht mit einem Funken Wahrheit. Wenn man sich in jungen Jahren häufig rasiert, sprießen die Gesichtshaare dicker und der Bart wird dichter. Dieser Effekt schwindet allerdings mit dem Alter.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66433122_quote" /><BR /><BR /><b><BR />Der Bart ist schon seit eh und je Ausdruck von Stil und Persönlichkeit. Wer sind die markantesten Bartträger?</b><BR />Götsch: Dazu zählt definitiv der spanische Künstler Salvador Dalí mit seinem extravaganten Schnurrbart. Ebenso unverkennbar sind die Bärte der Bandmitglieder der US-amerikanischen Rockband ZZ Top. Betrachte ich die Wünsche meiner Kunden, sind allerdings George Clooney und Brad Pitt die ungeschlagenen Favoriten.