Mittwoch, 20. April 2022

Tod am Filmset: 137.000 Dollar Bußgeld für Produzenten um Alec Baldwin

Die US-Behörden haben nach dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins am Set des Westerns „Rust“ ein Bußgeld in Höhe von knapp 137.000 Dollar (126.000 Euro) gegen die Produzenten des Films verhängt. Dies sei „das höchste Bußgeld, das nach dem Gesetz des Bundesstaates New Mexico zulässig ist“, teilten die dortigen Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die strafrechtlichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern noch an.

Der tödliche Unfall bei Dreharbeiten mit Alec Baldwin hat Konsequenzen. - Foto: © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA / DIMITRIOS KAMBOURIS

Hollywood-Star Alec Baldwin hatte im vergangenen Oktober während Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western in New Mexico versehentlich die 42-jährige Kamerafrau mit einer Requisitenwaffe erschossen.



Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt.
Der Revolver war offenbar mit mindestens einer echten Kugel geladen worden. Wie das geschehen konnte, ist bisher unklar. Baldwin war nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als einer der Produzenten an dem Film beteiligt. Der Hollywood-Star wies jegliche Verantwortung für Hutchins' Tod zurück.

Die Behörden von New Mexico leiteten nach dem Vorfall Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften ein. In einem nun veröffentlichten Bericht kommen sie zu dem Schluss, dass die Produzenten eine „offensichtliche Gleichgültigkeit gegenüber den mit Schusswaffen verbundenen Gefahren“ an den Tag gelegt hätten.

Die Ranch, an der der Western gedreht werden sollte: Hier fiel der tödliche Schuss. - Foto: © APA/afp / PATRICK T. FALLON



Die Sicherheitsregeln seien „routinemäßig“ nicht eingehalten worden, heißt es in dem Bericht. Zudem hätten die Verantwortlichen Beschwerden von Mitarbeitern wegen früherer Vorfälle mit Schusswaffen ignoriert.
Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ist noch niemand formell beschuldigt oder gar angeklagt worden. Die Ermittler haben aber nicht ausgeschlossen, dass dies noch geschehen könnte.

apa/afp

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