Dienstag, 07. August 2018

Tonnen voller Eis für Eisbärendame Tonja

Mehrere Mülltonnen voller Eis im Gehege: Unter praller Sonne hat Eisbärendame Tonja im Berliner Tierpark eine Abkühlung genossen.

Foto: © APA/AFP

Nach anfänglichem Zögern rollte sie sich am Dienstag durch das Eisbad, das Pfleger für sie vorbereitet hatten. Das überschüssige Eis aus der Gastronomie sei als Beschäftigungsangebot gedacht, sagte ein Tierpark-Sprecher. Auch Eisbomben wurden angesichts der Hitze schon verteilt.

Eisbärenbestand in der Arktis soll um 30 Prozent schrumpfen

Für Tonjas wildlebende Artgenossen in der Arktis rund um den Nordpol gibt es hingegen schlechte Aussichten: Die Weltnaturschutzunion IUCN befürchtet, dass der Bestand von rund 30 000 Tieren in den nächsten 45 Jahren um mindestens 30 Prozent schrumpfen wird.

Foto: APA/AFP

Grund sei vor allem die verstärkte Packeisschmelze, verursacht durch globale Erderwärmung. Dazu kommen als Gefahren die Meeresverschmutzung, mehr Schifffahrt sowie die Förderung von Öl- und Gasvorkommen.

Selbst Tourismus kann Eisbären gefährlich werden. Erst Ende Juli wurde auf Spitzbergen (Norwegen) ein Eisbär erschossen, weil er ein Crew-Mitglied eines Kreuzfahrtschiffes angegriffen hatte.

Seit dem Jahr 2006 wird der Eisbär auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ geführt.

dpa

stol