Freitag, 15. Mai 2015

„Topmodel“-Finale wird in zwei Wochen wiederholt

Nach dem jähen Ende mitten im Finale soll in zwei Wochen endgültig „Germany's next Topmodel“ gefunden werden, dieses Mal nicht aber live. Die Frage bleibt: Wer war die Unbekannte mit dem Drohanruf?

Foto: © APA/EPA

Nach dem Abbruch von Heidi Klums Castingshow „Germany's next Topmodel“ wegen einer Bombendrohung soll in zwei Wochen die Entscheidung nachgeholt werden. „Es wird eine Siegerin 2015 geben, wir zeigen am 28. Mai 2015 das Finale“, sagte am Freitag ein Sprecher von ProSieben der Deutschen Presse-Agentur. „Die Show wird nicht live sein.“

Spezialkräfte durchkämmten die Halle

Am Donnerstagabend war das Livefinale aus der SAP-Arena in Mannheim wegen des Drohanrufs einer Frau und eines verdächtigen Koffers mitten in der Sendung abgebrochen worden.

Spezialisten des Landeskriminalamts rückten an und untersuchten das Gepäckstück auf Sprengstoff. Verdächtiges sei nicht gefunden worden, der Koffer stellte sich als ungefährlich heraus.

Dennoch durchsuchten mehr als 100 Einsatzkräfte – unterstützt von Sprengstoffsuchhunden – stundenlang die gesamte Halle, in der viele Zuschauer ihre Habseligkeiten zurückgelassen hatten. Gegen 3.00 Uhr am Freitagmorgen konnte die Halle wieder freigegeben werden.

„Der Eigentümer des Koffers ist ermittelt“, sagte der Polizeisprecher. Der Mann sei wegen der Show in der Arena gewesen, ob als Zuschauer, Sicherheitskraft oder in anderer Funktion, wollte er nicht sagen. Er habe sich selbst bei der Polizei gemeldet.

Nach verdächtiger Frau wird weiterhin gefahndet

Die Polizei sucht derweil mit Hilfe der Telekommunikationsdaten nach der Anruferin. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, wer an dem Abend mit einer Explosion in der Arena drohte, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Über Hinweise, dass die viel diskutierte und umstrittene ProSieben-Show möglicherweise im Visier von Kriminellen sein könnte, sei ihm nichts bekannt.

dpa

stol