Toxoplasmose stellt für ein ungeborenes Kind ein Risiko dar, allerdings nur dann, wenn die Erstinfektion während der Schwangerschaft stattfindet. Das Risiko, durch die Katze mit Toxoplasmose infiziert zu werden, ist verhältnismäßig gering. <BR /><BR />Untersuchungen zufolge wird etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens bereits mit Toxoplasmose infiziert und hat dadurch häufig Antikörper. In diesem Fall besteht kein Risiko für das Ungeborene. Zudem ist das Ansteckungsrisiko über den Kontakt zu Katzen sehr viel geringer als durch den Kontakt mit und den Verzehr von Rohfleischprodukten.<BR /><BR />Ob bereits Antikörper vorhanden sind oder nicht, kann und sollte durch eine Blutuntersuchung beim Frauenarzt abgeklärt werden. Auch der Tierarzt kann Katzen auf Antikörper testen. Fällt der Test bei der Katze positiv aus, sollte durch eine Kotuntersuchung abgeklärt werden, ob sie Toxoplasmen ausscheidet. Dann ist besondere Vorsicht geboten, denn Toxoplasmose-Erreger können sich im Katzenkot befinden.<h3> Wie stecken sich Menschen an?</h3>Durch das Fressen von infizierten Mäusen oder Vögeln können Katzen den Parasiten aufnehmen und mit dem Kot Toxoplasmen-Eier ausscheiden. Menschen können sich durch Eier anstecken, die sich in Katzenkot oder verschmutzter Erde befinden sowie durch Toxoplasmen-Zysten in rohem oder halbrohem Fleisch. Auch Rohmilch und Rohmilchprodukte können diese Zysten enthalten. <BR /><BR />Weitere Ansteckungsmöglichkeiten sind rohes Gemüse und Früchte, die in verseuchter Erde gewachsen sind. Schwangere sollten also auf den Verzehr von rohem und halbrohem Fleisch, Rohmilch und Rohmilchprodukten verzichten. Obst und Gemüse sollte gewaschen oder geschält werden. <BR /><BR />An Toxoplasmose erkranken hauptsächlich Freigänger-Katzen. Reine Wohnungskatzen haben (wenn sie nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden) eher selten Toxoplasmose. Schwangere, die keine Antikörper haben, sollten einige wichtige Verhaltensregeln beachten, um das Risiko zu senken.<h3> 5 Regeln, um das Risiko zu senken</h3>1. Das Katzenklo sollte täglich mit heißem Wasser (über 70 Grad) gereinigt werden. Schwangere sollten das Säubern der Katzentoilette aber lieber jemand anderem überlassen. Steht niemand zur Verfügung, unbedingt Einmalhandschuhe tragen und sich anschließend gründlich die Hände waschen. Durch die tägliche Reinigung ist das größte Risikopotenzial bereits eingedämmt, denn Toxoplasmen entwickeln sich erst nach 2 Tagen in der Katzentoilette. Frischer Katzenkot ist also ungefährlich.<BR /><BR />2. Alle Gegenstände, die mit Katzenkot in Berührung gekommen sind, sollten mit kochendem Wasser desinfiziert werden.<BR /><BR />3. Nach jedem Kontakt mit der Katze am besten Hände waschen. <BR /><BR />4. Bei der Katzennahrung sollte in der Schwangerschaft auf rohes Fleisch verzichtet werden. Katzen, die gebarft werden, sollten jetzt also besser gekochtes Fleisch erhalten, denn durch Erhitzen/Garen können die Erreger unschädlich gemacht werden. Achtung: Rohes Fleisch sollten Schwangere nur mit Handschuhen bearbeiten!<BR /><BR />5. Auch schwangere Hundehalterinnen sollten vorsichtig sein: Nicht von Hunden ablecken lassen, denn sie könnten toxoplasmahaltigen Katzenkot gefressen haben.<BR /><BR />Wenn diese einfachen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, kann die Katze auch während der Schwangerschaft sorglos im gewohnten Zuhause bleiben. Bei unbekannten Katzen ist allerdings weiterhin Vorsicht geboten.