Dienstag, 21. Juli 2015

Transsexuelle sind „wie ich und du“

Studien hätten bekräftigt, dass Menschen mit transsexueller Neigung einen unauffälligen Spiegel an Sexualhormonen haben. Damit wurde die gängige Annahme, sie seien biologisch anders, wiederlegt.

Transsexuell: Das Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht.
Transsexuell: Das Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht. - Foto: © APA

Transsexualität oder Transsexualismus eines Menschen bedeutet nach Definition der WHO den Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben. 

Bei jungen Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen, sei kein Ungleichgewicht der Sexualhormone messbar. Er entspricht ihrem ursprünglichem Geschlecht, schrieben US-Forscher im Fachmagazin „Journal of Adolescent Health“.

Die Wissenschaftler des Transyouth-Zentrums in Los Angeles untersuchten Daten von 101 jugendlichen Transsexuellen. „Wir konnten mit der rückständigen Annahme aufräumen, dass Transsexualität durch ein Hormonungleichgewicht hervorgerufen wird“, so die Forscherin Johanna Olsen.

Mit ihren Studien möchten die Experten mit veralteten Vorurteilen diesbezüglich aufräumen und den Transsexuellen ein "normales" und angenehmes Leben ermöglichen. „Ich will, dass Jugendliche mit einer anderen Geschlechtswahrnehmung nicht nur überleben, sondern sich ganz selbst verwirklichen können“, wünscht sich Olson.

apa

stol