Montag, 02. Mai 2016

Trient beklettern

Drei kletterwütige Mädels aus dem Unterland waren am vergangenen Samstag selbst Teil des Geschehens, als sich ganz Trient in ein Boulder-Mekka verwandelte.

Foto: Katherina Mayr
Foto: Katherina Mayr

Historische Paläste, Fassaden von Bankinstituten, Fensterrahmen, Straßenbegrenzungen und weitere urbane Gemäuer bildeten am vergangenen Samstag die Grundlage für die Veranstaltung „Block and Wall“, ein Boulderbewerb an diversen Gebäuden in der Innenstadt von Trient. Kenner sprechen vom Buildering, welches auf den meisten Gebäuden ohne behördliche Genehmigung üblicherweise nicht erlaubt ist.

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Staunende Passanten und fahrende Autos

Fast 500 Kletterer hatten sich für die Veranstaltung eingeschrieben, dazu kam eine Vielzahl von Interessierten, die an 13 ausgewiesenen und beaufsichtigten Punkten einfach mal ihre Boulderkünste versuchten. Unter ihnen befanden sich auch Silvia Kastl und Gudrun Oberhofer aus Tramin sowie Katherina Mayr aus Kurtatsch. „In unserer Freizeit klettern wir gerne und so wollten beim Block and Wall auch dabei sein“, lässt Silvia Kastl wissen. Also liehen sie sich einfach eine Crashpad, pardon Bouldermatte, und versuchten sich mit der nötigen Technik und Muskelkraft in den kleinen Fugen, Ritzen und Vorsprüngen hochzuhieven – vor staunenden Passanten und teilweise fahrenden Autos.

Fotos: Katherina Mayr

 

Die Krönung auf dem großen Platz

„In ganz Trient herrschte eine tolle Atmosphäre, wir trafen an jeder Ecke Gleichgesinnte von überall her – einige auch aus Südtirol“, blicken die drei Boulderinnen aus dem Unterland zurück. Abgeschlossen wurde „Block and Wall“ mit der Krönung des Hero im zentralen Platz „Santa Maria Maggiore“. Bei den Herren gewann Christian Dorigatti, bei den Frauen Michela Facci. Die Veranstaltung wurde 2012 von einigen Kletterbegeisterten lanciert und erfreut sich wachsenden Publikumszuspruchs. Wer weiß, ob die Idee auch in Südtirol Nachahmer findet – Interessenten würde es wohl genug geben.

stol/az

stol