Dienstag, 01. Juni 2021

Veronika Weitlaner: „Das Beste daraus machen“

Mit 26 Jahren hat sie einen Mann geheiratet, der im Rollstuhl sitzt. Fünf Jahre später adoptierte das Paar ein Baby mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen. Eine Riesenherausforderung, die Veronika Weitlaner mit unglaublicher Leichtigkeit meistert.

Immer zusammen: Veronika Weitlaner und ihr Sohn Maxi.
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Immer zusammen: Veronika Weitlaner und ihr Sohn Maxi. - Foto: © DLife / Daniele Ognibeni
Seit sie ihn als kleines Baby in Bozen das erste Mal in ihren Armen hielt, waren die 54-jährige Veronika Weitlaner und ihr Sohn Maxi (24) keinen Tag getrennt. Und seit er künstlich beatmet wird, lässt die Mutter ihren Buben sogar ungern aus den Augen. „Selbst wenn ich abends im Hof die Hennen wegsperre, bin ich per Handy immer mit ihm verbunden.“ Ein viel zu kleiner Brustkorb hat die Entwicklung der Lungen schwer beeinträchtigt. Vor einigen Jahren wurde bei Maxi ein Luftröhrenschnitt samt Tracheostoma notwendig. Auch der kleinste Defekt an der Röhre oder an der Maschine wäre für ihn fatal.

So dramatisch der Alltag von Familie Weitlaner in Innichen für einen Ausstehenden klingen mag, so selbstverständlich empfinden die Betroffenen ihr gemeinsames Leben. Veronika Weitlaners Credo: „Man muss immer das Beste daraus machen.“

In der Ausgabe vom 1. Juni veröffentlicht die Zeitschrift „Die Südtiroler Frau“ ein Porträt von Veronika Weitlaner.

Weitere Themen im Heft: Gesundheitslandesrat Thomas Widmann spricht über die Impfbereitschaft der Südtiroler und über die effektiven Chancen einer Herdenimmunität bei COVID-19; die Rittner Hobbygärtnerin Elisabeth Pircher Weger erzählt die Legende der so genannten Monstranzbohne; Sigrid Prader, Direktorin des Frauenmuseums in Meran, bietet Einblick in die Rolle der Hose für die Mobilität und die Emanzipation der Frauen.

mc