Goaßlschnöller kündigten schon von weitem das Eintreiben des Viehs auf der Getrumalm an. Rinder und Pferde warteten schon in der Koppel und viele Menschen – Einheimische und Gäste – hatten sich eingefunden. Das „Viechschoadn“ in Reinswald ist ein Brauch, den es schon seit Generationen gibt. Jedes Jahr wird am Tag vor Maria Himmelfahrt auf der Getrumalm das Vieh zusammengetrieben und auf die unteren Almen aufgeteilt.<BR /><BR />Die Alm gehört 3 Interessentschaften: Plankenhorn, Morgenrast und Pichlberg. Zu Beginn des Almsommers wurde das Vieh auf diese 3 Almen aufgetrieben. Am 14. Juli kam es dann auf die Getrumalm, wo es einen Monat lang verblieb. Insgesamt waren es 200 Rinder, über 60 Pferde, 80 Schafe und 120 Ziegen. Den Großteil davon beaufsichtigt der Getrumhirte Armin Gross. Der Hinterreinswalder Hirt Sepp Unterkalmsteiner hat fast 60 Rinder und 11 Pferde, für die er zuständig ist.<BR /><BR />„Heuer hat es immer wieder geregnet, und so ist überall etwas gewachsen. Gewöhnlich ist um diese Zeit weiter oben keine gute Weide mehr, aber dieses Jahr ist es noch auf jedem Hügel grün“, sagt Sepp Unterkalmsteiner. Deswegen sei er heuer sehr zufrieden.<BR /><BR />Zufrieden mit dem bisherigen Almsommer zeigte sich auch der junge Getrumhirte Armin Gross, der das zweite Jahr dort das Vieh hütet. „Der Sommer war bis jetzt sehr schön, und wir sind von Unwettern verschont geblieben. Das Hüten war heuer fein, weil die Weide immer gut war und daher auch das Vieh lieber bleibt“, sagt er. Die Tiere seien gut genährt und bis jetzt alle gesund. „Die Bauern sind zufrieden, und dann bin ich es auch“, sagt Armin Gross.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1062930_image" /></div> Höhepunkt war wiederum das Eintreiben des Viehs. Zuerst wurden die Pferde zurück auf die Getrumalm getrieben, wo sie weitere 3 Wochen verbleiben. Dann folgten die Rinder, angeführt von den Kranzkühen, die sich trotz ihres schönen Kopfschmuckes nicht so gerne durch die vielen Zuschauerreihen führen ließen.<BR /><BR />Das Vieh wurde auf die niedergelegenen Almen gebracht, wo es wieder eine frische Weide vorfindet und den restlichen Almsommer verbringt. <BR /><BR />Nach dem Eintreiben der Tiere folgte der Festbetrieb mit der „Dorfar“ Böhmischen und den Goaßlschnöllern.