Mittwoch, 01. Juli 2015

Voll krass: Südtiroler Basejumper schießt durch Bergnadel

Nervenkitzel und Adrenalin bis in die Zehen ist er gewohnt. Seine Fans lässt Uli Emanuele nun daran teilhaben. Das Video seines letzten Basejumpes ist seit Kurzem online.

Der Anflug auf die Bergnadel: Uli Emanuele in der Luft.
Der Anflug auf die Bergnadel: Uli Emanuele in der Luft.

Er hat schon einiges hinter sich, immerhin frönt der junge Leiferer dem Basejumpen seit mittlerweile acht Jahren. STOL hat auch schon über seine Flugrouten berichtet.

Ebenso über den Moment, der ganz anders hätte ausgehen können: Emanueles Notlandung nach einem Jump in den Schweizer Bergen (STOL hat berichtet).

Neues Video online: Sprung glückte im September

Nun ist ein neues Video online - zu einem besonders krassen Vorhaben - der Durchflug durch eine 2,6 Meter breite Öffnung im Fels, eine 1,8 Meter tiefe Bergnadel. 

 

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Der Ort des Geschehens: die Schweizer Berge. „Der Sprung fand im September statt. In der Nähe meines früheren Wohnortes.“, so Emanuele.

„Dieser spektakuläre Ort ging mir nicht mehr aus dem Kopf“

Vor drei Jahren wurde er auf den Ort aufmerksam. „Damals schätze ich das Risiko allerdings zu hoch ein“, berichtete der Basejumper.

Er begann, sich mit ihm genauer zu beschäftigen. "Nach längerer Vorbereitung, in dem ich Testsprünge machte, bei denen ich einen Teil des Sprungs absolvierte, allerdings immer am Loch vorbei sprang, traute ich mich im September schließlich.“

"Ich war der Erste"

Noch keiner hat diesen Sprung vor ihm gewagt. Dies liege daran, dass es alles andere als einfach sei, das Loch zu finden und genau dorthin zu zielen, gibt der Südtiroler Extremsportler stolz bekannt.

Kommt noch mehr? Südtirol als nächstes Ziel

„Es ist nicht das krasseste, das ich bisher erlebt habe. Jeder Sprung ist auf eine individuelle Art und Weise einzigartig und hat andere Schwierigkeiten“, so der Leiferer.

 

Der wundersame Ort, von dem Uli Emanuele nicht mehr los kam: der Basejumper bei seinem Durchflug.

Dieser Sprung sei laut Emanuele durchaus noch zu toppen. Ein neues Projekt hat er schon im Kopf. Dieses Mal will er seine Heimat erobern. Es soll ein Sprung in der Nähe von Bozen werden.

Uli Emanuele glaubt, das Risiko seiner waghalsigen Unternehmungen einschätzen zu können. Seine Erfahrung erlaube es ihm auch, schwierigere Projekte zu meistern.

Lieber Basejumper, als Biertrinker

Seine Familie und Freunde nehmen die Leidenschaft Emanueles scheinbar gelassen. „Sie kennen mich und wissen, dass der Sport zu mir gehört“, gibt der Basejumper bekannt.

Selbstverständlich machen sich seine Lieben Sorgen um ihn und wissen um das Risiko, in das er sich begibt.

„Meinen Eltern ist es lieber, dass ich meinen Sport ausübe, als nur in der Bar zu stehen und Bier zu trinken.“

stol/mu

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Weitere Hintergründe und Details lesen Sie auch in der Donnerstagausgabe des Tagblattes "Dolomiten".

stol