Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Blickt man, etwa im Bereich von Schlanders oder Latsch, hinauf zum Bergkamm, der den Vinschgau südseitig begrenzt, so fällt das Hasenöhrl, der östlichste Dreitausender der Ortleralpen, zwar nicht als kühnes Horn, aber doch als ebenmäßig geformte, bis in jüngste Zeit noch richtig vergletscherte Pyramide auf. <BR /><BR />Die ehemaligen Eiswülste sind zwar weggeschmolzen, aber in den Flanken, Mulden und Gräben hält sich meist den ganzen Sommer über – und heuer ganz besonders – der Schnee des vorangegangenen Bergwinters. <BR /><BR />Der Nordostgrat jedoch, über den wir den Berg besteigen, ist weitestgehend schneefrei und stellt somit diesbezüglich kein Problem dar. Den Beginn dieses langen Grates kann man auf der Ultner Seite über die Kuppelwieser Alm herauf erreichen, wir wählen hingegen die Vinschgauer Seite, auf der wir die Strecke bis zur Tarscher Alm in 1940 Metern Höhe mit dem Sessellift zurücklegen können. <BR /><BR />Von dort geht es dann hinauf zu einem Wetterkreuz und über den aufgelassenen Tarscher Jochwaal zum Aquädukt am Latscher Jöchl. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1066785_image" /></div> <embed id="dtext86-66295903_listbox" /><BR /><BR />Dieser einst von den Bauern von Tarsch erbaute, 2,5 Kilometer lange Bewässerungskanal, der das unter dem Kuppelwiesferner und damit auf Ultner Seite gefasste Bewässerungswasser zum besagten Aquädukt und dann auf der Vinschgauer Seite zu den Tarscher Höfen brachte, setzt sich etwas höher nahezu eben bis hinein zum Kuppelwiesbach fort. Wir aber steigen ziemlich steil empor zu einem Gratkopf mit großem Steinmann und zur sogenannten Blauen Schneid.<BR /><BR />Nun folgt bis zum problemlosen Schlussanstieg ein leicht eingebuchteter, aus Felsblöcken bestehender Gratverlauf. Die Begehung dieser Strecke ist etwas mühsam und stellenweise trotz fixer Sicherungen auch etwas heikel, insgesamt aber für geübte Bergsteiger bei optimalen Verhältnissen nicht wirklich schwierig. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1066788_image" /></div> <BR />Und nach dem leichten letzten Teil des Anstiegs macht die Aussicht beim hohen Gipfelkreuz schließlich dem Ruf des Hasenöhrls, einer der lohnendsten Gipfel der Ostalpen zu sein, alle Ehre. <BR /><BR />Was den Namen des Berges betrifft, so bleibe dahingestellt, ob er, wie manche meinen, mit einem romanischen „asinara“ (Eselweg) oder mit der Dialektform „Erl/Örl“ für Erle zusammenhängt. <h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1066791_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> Anfahrt von Latsch hinauf nach Tarsch, weiter zur Talstation des Tarscher-Alm-Sessellifts und mit diesem (erste Fahrt um 9 Uhr) hinauf zur Tarscher Alm (1940 m; Gaststätten). Von da auf Weg 1 hinauf bis zur Wegteilung unweit eines Wetterkreuzes (2436 m) und rechts mit Markierung 2 A auf dem bald beginnenden alten Waalweg nahezu eben hinüber zum Latscher Joch (2507 m; hier nahe dem Aquädukt eine einfache Unterstandshütte; ab Tarscher Alm gut 1 <EinHalb></EinHalb> Std.). Dann mit Markierung 2 hinauf zu einer ersten Felskuppe (2915 m), kurz eben weiter und empor auf einen markanten Gratkopf (Blaue Schneid, 3026 m); dann am leicht eingesenkten, teilweise scharf gezackten Felskamm über grobes Blockwerk (hier ein paar Stahlseile und Ketten, eine Felsstelle abgebrochen) hinüber zum mäßig steilen Schlussgrat und unschwierig hinauf zum Gipfelkreuz (3257 m; ab Latscher Joch knapp 3 Std., ab Ausgangspunkt 4 <EinHalb></EinHalb> Std.). - Abstieg: Über den Aufstiegsweg (3 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 1317 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 7 <EinHalb></EinHalb> Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Bei guten Verhältnissen nicht schwierige Hochtour, die aber Gehtüchtigkeit, Trittsicherheit und Bergerfahrung verlangt. Sich vor Antritt der Tour nach den aktuellen Verhältnissen erkundigen.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) - <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 045 (Latsch/Martell/Schlanders)<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere Wandertipps von ihm.</a>