Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna. <b>von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Auf der Nordseite von Brixen steigen ausgedehnte Hänge mit Wiesen, Obst- und Rebanlagen zum oben genannten Pinatzbühel beim Dorf Elvas und damit zum Südrand der über dem Mündungsdreieck von Eisack und Rienz gelegenen Hochfläche von Natz-Schabs an. <BR /><BR />Uralte Wege durchziehen, teilweise zwischen mächtigen Trockenmauern, das Gebiet. Auf einem dieser Wege wandern wir hinauf zum besagten Pinatzbühel (auch Pinaz und Pinàz geschrieben) und auf einem anderen wieder herunter. Die Pfade werden von Frühlingsblumen und blühenden Haselsträuchern gesäumt und so mancher Schmetterling schwebt lautlos durch die Lüfte. Eine Besonderheit ganz anderer Art sind die seit einiger Zeit mit Informationstafeln versehenen Schalensteine aus grauer Vorzeit, nämlich Felsen mit rätselhaften, von Menschenhand geschaffenen Grübchen, die man allgemein als „Schalen“ bezeichnet. <BR /><BR />Nach dem Abstecher zum unten näher skizzierten Bildstein von Elvas besuchen wir in kurzem Aufstieg den Pinatzbühel. Auf diesem steht ein hohes Wetterkreuz steht und wir genießen in rund 850 Metern Höhe eine weite Schau über das Eisacktal und zu den umliegenden Bergen. Hier findet sich ein weiterer Schalenstein, und einst trug der Hügel sogar eine urzeitliche Siedlung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009046_image" /></div> <BR /><BR />Nach dem Besuch der Bergkuppe wandern wir hinüber nach Elvas, dessen Ortsbild nicht zuletzt von der unweit eines gotischen Bildstocks stehenden, in ihren Ursprüngen möglicherweise ins 11. Jahrhundert zurückreichenden Dorfkirche mit ihrem massiven Spitzturm und dem barocken Langhaus geprägt wird. Beim Abstieg kommen wir an einem Felsen mit römischen Radrillen vorbei, ein Abstecher führt uns zu weiteren Schalensteinen mit Felsenrutschbahnen, und dann geht es durch die Hänge von Kranebitt wieder zurück nach Brixen.<h3> Der Bildstein von Elvas</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009049_image" /></div> <BR /><BR />Entlang unseres Weges besuchen wir am Südfuß des Pinatzbühels den „Bildstein von Elvas“, einen der größten und bedeutendsten Schalensteine Südtirols. Der eiszeitlich glattgeschliffene, mehrere Quadratmeter große Felsen ist mit unzähligen Grübchen („Schalen“) übersät, zu denen sich konzentrische Kreise und undefinierbare Rillen gesellen. Sinn und Zweck der prähistorischen Gravuren sind trotz verschiedenster Vermutungen und Theorien nach wie vor weitgehend ungeklärt.<BR /><h3> Die Tour im Überblick</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009052_image" /></div> <Gotham_Bold><BR />Wegverlauf:</Gotham_Bold> Vom historischen Stadtzentrum in Brixen (561 m) über die Adlerbrücke zum Stadtteil Stufels, durch diesen mit Markierung 1 hinauf gegen das Schloss Krakofel, weiterhin auf Weg 1 hinauf zu einem Schalenstein und weiter zum Südostfuß des Pinatzbühels (Wegteilung). Nun links Abstecher zum „Bildstein von Elvas“, dann kurz zurück und auf dem abzweigenden breiten Weg hinauf auf den Pinatzbühel (853 m; ab Brixen 1 <EinHalb></EinHalb> Std.). - Abstieg: Wie im Aufstieg zurück zum Weg 1, auf diesem hinüber nach Elvas, nun stets mit Markierung 2 hinab zum römerzeitlichen Wegstück mit Fahrrillen, weiter hinab zu einem Wegweiser „Hexenrutsche“ und rechts Abstecher zu großer Felsplatte mit Rutschbahn und Schalen in Neunerquadraten. Dann zurück zum Weg 2, hinunter nach Kranebitt und zurück nach Brixen (ab Pinatzbühel gut 1 Std.).<BR /><BR /><Gotham_Bold>Höhenunterschied:</Gotham_Bold> 292 m<BR /><BR /><Gotham_Bold>Gesamtgehzeit:</Gotham_Bold> 2 <EinHalb></EinHalb> - 3 Std.<BR /><BR /><Gotham_Bold>Orientierung und Schwierigkeit:</Gotham_Bold> Leicht und problemlos; die Wege sind markiert und beschildert.<BR /><BR /><Gotham_Bold>Wanderkarten 1:50.000:</Gotham_Bold> Kompass, Blatt 56 (Brixen) <Gotham_Bold>1:25.000:</Gotham_Bold> Tabacco, Blatt 030 (Brixen-Villnössertal)