Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Valgenäun ist ein kleiner Weiler südöstlich von Trens, in dessen Nähe ein dem heiligen Valentin geweihtes Gotteshaus einen spitzen Hügel krönt, ein weithin sichtbares landschaftliches Juwel. <BR /><BR />In der Erde eines ehemaligen Ackers unter der Kirche fand man vor Jahrzehnten schwarze Erde, Knochensplitter und unzählige kleine Scherben, die auf einen prähistorischen Opferplatz hinweisen. Und es wird nicht ausgeschlossen, dass hier später eine jener „templa Valentini“ stand, die Venantius Fortunatus 565 in seinem Reisebericht erwähnt. <BR /><BR />In späterer Zeit wird St. Valentin dann 1397 genannt, während der heutige Bau aus der Zeit um 1500 stammt einen neugotischen Altar enthält. Es darf zu den schönstgelegenen Hügelkirchen Südtirols gezählt werden.<BR /><BR />Wir beginnen die Wanderung hierher im weitum bekannten Wallfahrtsort Trens, auch Maria Trens genannt. Er ist eines der Dörfer der Gemeinde Freienfeld, und das Gebiet am sonnigen, leicht ansteigenden Hang ist uralte Siedlungslandschaft, die bereits in der berühmten Quartinusurkunde von 827 erstmals schriftlich aufscheint. <BR /><BR />In der Folge wurde Trens dann zu einem der bekanntesten und meistbesuchten Wallfahrtsorte Tirols. Schon im 14. Jahrhundert sind Opfergaben zu Ehren der Trenser Muttergottes bezeugt, der angeblich in einem nahen Lahngraben aufgefundenen Andachtsstatue, die mit 1470 datiert wird. Um 1500 wurde dann die heutige spätgotische Kirche erbaut.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099230_image" /></div> <embed id="dtext86-67481624_listbox" /><BR /><BR />Von Trens also wandern wir auf einem wohl uralten Flur- und Waldweg, der weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand erhalten ist und als Besonderheit einen mächtigen, auf eiszeitlichem Moränenschutt stehenden Felsblock mit Marienbild aufweist, hinüber und kurz hinauf nach Valgenäun. <BR /><BR />Haben wir dann oben das Valentinskirchlein kennengelernt, setzen wir unsere Wanderung kurz in Richtung Niederflans fort, biegen aber bald links ab und queren auf dem heute teilweise verbreiterten „Lottersteig“ die Waldhänge bis zum Moar, dem höchsten Hof des kleinen Weilers Partinges. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099233_image" /></div> <BR />Von da aus überschauen wir den mittleren Teil des oberen Eisacktals und schauen hinein zu den Hochgipfeln der Stubaier Alpen. Mit dem Abstieg nach Trens beenden wir unsere Rundwanderung, die sich dank der erhöhten und sonnigen Lage auch noch an einem schönen Novembertag empfiehlt. <h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1099236_image" /></div> <BR /><b>Wegverlauf:</b> In Trens (987 m; Gemeinde Freienfeld) der Beschilderung „Valgenäun 2 A“ folgend zwischen den Häusern zum Dorfrand und dann auf breitem Wanderweg weitgehend eben zum Weiler Valgenäun und hinauf zur Valentinskirche; ab Trens knapp 1 Std.); dann teils auf der Höfestraße, teils auf dem alten Weg (stets 2 A) in Richtung Niederflans bis zum links abzweigenden, breiten „Waldweg Pfaffwiese“ und nun auf diesem (später mündet die Markierung 4 ein) die Waldhänge querend westwärts zu den oberen Wiesenhängen von Partinges und zum Moarhof, dem höchstgelegenen des Weilers (1384 m; ab Valgenäun gut 1 Std.). - Abstieg: Auf der Straße hinunter zum untersten der 3 Höfe (Spinger), etwas später bei Wegweiser „Trens“ rechts ab und stets mit Markierung 5 teils auf dem steilen Fußweg, teils auf der Höfestraße (oder zur Gänze über diese) durch Wald und Wiesen hinunter nach Trens (ab Moarhof ca. 1 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 400 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> ca. 3 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> An sich problemlose Rundwanderung, der Abstiegsweg allerdings, sofern dem Fußweg und nicht der Höfestraße gefolgt wird, sehr steil.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 44 (Sterzing) - <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 037 (Pfunderer Berge - Hochfeiler).<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere Wandertipps von ihm.</a>