Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna.<BR /><BR />Das vom Reschen südwestwärts streichende Rojental gehört mit seiner Mündungsschlucht, den lichten Lärchenwäldern, den ausgedehnten Berg- und Almwiesen und der reizenden kleinen Höhensiedlung Rojen zu den besonders schönen Gebieten unseres Landes. <BR /><BR />Der Weiler besitzt natürlich auch seine Zufahrtsstraße, wir aber wollen ihn zu Fuß erwandern und schlagen dafür an der Nordspitze des Reschensees bzw. am Dorfrand von Reschen den alten, heute schön breiten und jetzt im Winter gut gebahnten Forstweg ein.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="980125_image" /></div> <BR /><BR />Zunächst wandern wir kurz durch Wiesen und dann durch lichten Wald hinauf zum Fallierteck, einer bewaldeten, schwindelerregend über der Schlucht des Rojen- oder Pitzbaches befindlichen Kuppe mit dem Wallfahrtskirchlein Maria-Hilf, um das sich so manche Legende rankt.<BR /><BR /> Von Falliert geht es dann durch die Steilhänge auf breitem, mit der Pistenraupe gebahntem Schneeweg talein. Im Bereich der Kreuzung mit dem zur Reschner Alm führenden Weg lassen wir den Wald hinter uns und durchschreiten fortan den zunehmend flacher und offener werdenden Abschnitt des Rojentals.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="980128_image" /></div> <BR /><BR />Wo man es Außerrojen nennt, kommen wir am gut 1800 Meter hoch gelegenen Hoheneggerhof vorbei. Knapp eine halbe Stunde später erreichen wir unser Ziel: die kleine, oben an den Sonnenhang gelehnte Bergsiedlung Rojen mit ihren wenigen Häusern und Höfen und dem freskengeschmückten Kirchlein in nicht weniger als 1968 Metern Höhe! <BR />Damit ist Rojen nach Trepalle bei Livigno (2088 Meter) und Juf in Graubünden (2126 Meter) der dritthöchste Weiler der Alpen – und sogar Europas, wenn man von einem noch höher gelegenen Dorf im Kaukasus absieht. <BR /><BR />Das Rojener Gasthaus hat zwar leider seine Tore geschlossen, doch wer eine Einkehrmöglichkeit sucht, kehrt zur Talsohle zurück und wandert kurz talein zur bekannten „Schihütte“. <BR /><BR />Für die Rückkehr nach Reschen schlage ich den im Aufstieg begangenen Weg vor. Man kann aber auch schattseitig über die Straße hinauf nach Schöneben wandern und von dort mit der Kabinenbahn zu Tal schweben.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="980131_image" /></div> <BR /><BR /><b>Wegverlauf:</b> Anfahrt durch den Vinschgau nach Reschen und von dessen Nordbereich links abzweigend zu einem nahen Parkplatz an der zur Schönebenbahn führenden Straße, nahe der Nordspitze des Reschensees (1497 m). Von da stets der Beschilderung „Rojen“ und der Markierung 6 folgend im Talboden zu den Höfen Mühlander und Mooser, dann stets auf dem gebahnten Schneewanderweg mit Nr. 6 großteils durch Wald hinauf zum Kirchlein Fallierteck (1749 m; etwa Std.); nun weiterhin auf dem gebahnten Weg 6 auf der Sonnenseite des Rojentals durch die Waldhänge talein zur Kreuzung mit dem zur Reschner Alm führenden Weg und weiter zum Hoheneggerhof (1833 m), bald darauf ein gutes Stück die Rojentalstraße entlang und zuletzt scharf rechts abbiegend auf der Straße am Hang kurz hinauf nach Rojen (1970 m; ab Reschen 2 Std.; hier kein Gasthaus mehr, aber Einkehrmöglichkeit ca. 10 Gehminuten im Talgrund weiter talein in der „Schihütte“). <BR />Abstieg wie Aufstieg (1 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 473 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 3 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Bei guter und lawinensicherer Schneelage leicht und problemlos. Bezüglich der aktuell herrschenden Verhältnisse erkundige man sich vor Antritt der Tour unbedingt vor Ort (Tourismusverein, Tel. 0473/633101). <BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) - 1:25.000: Tabacco, Blatt 044 (Vinschgau - Sesvenna)<BR />