Dienstag, 15. Dezember 2020

Waltraud Amplatz Podini: „Zusammenhalt ist alles“

Ihr Vater war der Freiheitskämpfer Luis Amplatz, ihr Mann ist der Bozner Erfolgsunternehmer Alex Podini. Fernab von Politik und Schickeria hat Waltraud Amplatz Podini im Ehrenamt ihren ganz persönlichen Weg gefunden.

Wally Amplatz Podini: „Ich habe so viel Gutes erfahren in meinem Leben, dass ich nun einen Teil davon an meine Mitmenschen zurückzugeben will.“
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Wally Amplatz Podini: „Ich habe so viel Gutes erfahren in meinem Leben, dass ich nun einen Teil davon an meine Mitmenschen zurückzugeben will.“ - Foto: © DLife
Als ihr Vater Luis 1964 auf den „Brunner Mahdern“ oberhalb Saltaus im Passeiertal ermordet wurde, war Waltraud – Wally – Amplatz sechs Jahre alt. „Wenn man als Kind den Vater verliert, fehlt er einem ein Leben lang.“ Noch stärker als von der politischen Persönlichkeit ihres Vaters wurde die engagierte Boznerin jedoch vom Vorbild ihrer Mutter Anna geprägt.

„Sie war mit 38 Jahren Witwe, hatte 4 Kinder zu Hause und einen Hof, der so klein war, dass die Familie davon nicht leben konnte.“ Dennoch habe sie sich nie beklagt, war nie verbittert. Als wesentlich in ihrem Leben beschreibt die dreifache Mutter aber auch die Solidarität, die die Familie erleben durfte. Ohne die Hilfe der anderen Bauern in der Kaiserau hätte ihre Mutter den Hof nie bewirtschaften können. „Ich bin in meinem Leben so reich beschenkt worden, ich habe so viel Gutes erfahren, dass ich nun einen Teil davon an meine Mitmenschen zurückzugeben will“, sagt Wally Amplatz. Seit 2010 sitzt sie im Pfarrgemeinderat der Bozner Dompfarre und seitdem ist sie auch für die Pfarrcaritas im Einsatz – und zwar überall dort, wo ihre Hilfe gebraucht wird.

Außerdem im aktuellen Heft: ein Interview mit Bischof Ivo Muser über den Kern der Weihnachtsbotschaft, eine Reportage über die nachhaltige Adventszeit auf dem entlegenen Eichernhof in Vöran, kuschelige Weihnachtspullis, die man auch nach dem Fest tragen kann und Basteltipps für blumige Geschenke.

mc