Seit 10 Jahren arbeiten Karl Nussbaumer und seine Kaya zusammen. Hinter ihren Erfolgen stecken eine lange Ausbildung, viel harte Arbeit, aber auch eine enge Verbindung und ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Hundeführer und Hund.<BR /><BR /><BR />Angefangen hat alles damit, als Karl Nussbaumer bei Hans Berger, dem damaligen Landesleiter der Hundeführer, einen belgischen Schäferhund sah. „Dieser Hund hat mich so fasziniert, dass ich beschloss, mir so einen zuzulegen“, erzählt Nussbaumer. <BR /><BR />Er holte 2011 Kaya im Alter von 8 Wochen zu sich. Von diesem Moment an begann die Ausbildung mit der Hündin. „Man fängt ganz klein an, ganz spielerisch, denn zunächst gilt es, sich kennenzulernen und sich zu verstehen “, erklärt Nussbaumer. Bereits zuvor hatte er die Ausbildung als Bergretter begonnen und machte parallel dazu die Ausbildung zum Hundeführer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="669908_image" /></div> <BR /><BR />Kaya hat eine dreifache Ausbildung: Einmal ist sie ein Stöberhund, das heißt, sie sucht eine ihr zugewiesene Fläche nach Vermissten ab. Weiters ist sie auch als Lawinensuchhund ausgebildet. Zudem hat sie auch einen Spezialkurs im Auffinden und Anzeigen von Leichengeruch absolviert. <h3> 4 Sucherfolge in 6 Jahren – leider mit traurigem Ausgang</h3>2015 verzeichneten Karl und seine Hündin den ersten Sucherfolg. In Weißenbach war eine Frau bereits mehrere Tage abgängig gewesen; sie wurde von Kaya gefunden. 2 Jahre später wurde in Tiers ein Altersheimbewohner vermisst und spät in der Nacht aufgespürt. Im Vorjahr war es dann eine Tote beim Johanneskofel, und der jüngste Sucherfolg war vor wenigen Tagen in Radein, als ein verunglückter Pilzesammler gefunden wurde. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="669911_image" /></div> <BR /><BR />Leider wurden alle Suchaktionen mit tödlichem Ausgang abgeschlossen. „Es sind zwiespältige Gefühle, die man bei einer solchen Suche verspürt“, meint Nussbaumer. „Einerseits ist es ein persönlicher Erfolg, wenn die vermisste Person gefunden wird, anderseits ist es traurig, wenn sie bereits tot ist“, sagt Nussbaumer. „Wenn eine Suche anfängt, hoffen wir immer, den Abgängigen lebend zu finden“, sagt er, denn das große Ziel ist und bleibe, einen Überlebenden zu finden.<h3> Verstehen sich ohne viele Worte</h3>„Bei der Suche nach einer vermissten Person sucht Kaya das Gebiet ab, das ich ihr vorgebe,“, erzählt der Hundeführer. Dabei achte er immer darauf, die Suche ruhig anzugehen. „Diese Ruhe überträgt sich auch auf den Hund, und vielleicht ist das mit ein Grund für den Erfolg. Wenn sie einen Verunglückten aufgespürt hat, zeigt sie durch Bellen an, dass sie jemand gefunden hat“, schildert Nussbaumer weiter.<BR /><BR />Sie sind ein eingespieltes Team, Nussbaumer und seine Hündin verstehen sich ohne viel Worte. „Wenn ich sie anschaue, dann versteht sie schon, was ich will, ohne dass ich etwas sage“, ist er überzeugt. Er verbringt viel Zeit mit Kaya, nimmt sie auf Skitouren, aber auch auf harte Bergtouren mit. „So ein Hund braucht immer eine Beschäftigung, und deswegen ist es auch notwendig, dass die Familie dahintersteht“, sagt Nussbaumer: Wenn er keine Zeit hat, kümmern sich seine Frau oder seine 2 Töchter um Kaya. <BR /><BR />„Kaya ist jetzt 10 Jahre alt, und manchmal frage ich mich, wie lange wird es wohl noch gehen. Ich hoffe, dass ich noch 3 bis 4 Jahre auf sie zählen kann“, meint Nussbaumer nachdenklich. Und dann? Weiter will er momentan nicht denken.<BR /><BR />