Mittwoch, 01. Juli 2015

Wedding-Liebling Rupert Everett mag Hochzeiten und Selfies nicht

„Die Hochzeit meines besten Freundes“ machte ihn berühmt. Schauspieler Rupert Everett kann mit der Ehe an sich aber nicht besonders viel anfangen. Das gleiche gilt noch für ein anderes gesellschaftliches Phänomen.

Rupert Everett kann Hochzeiten nichts abgewinnen.
Rupert Everett kann Hochzeiten nichts abgewinnen.

„Heutzutage geht es doch nur um die Party – und die Scheidung danach“, sagte er am Mittwoch im Interview kurz vor der Verleihung des Ehrenpreises des Filmfestes München. „Das macht für mich überhaupt keinen Sinn.“

 

v>

Die Hochzeit meines besten Freundes: Bild Julia Roberts, Rupert Everett.

Er sei aber dennoch begeistert, dass die Homo-Ehe in Irland und sogar in den USA beschlossen wurde. „Vielleicht haben die Schwulen, die so lange dafür gekämpft haben, erfolgreichere und rücksichtsvollere Ehen als ihre heterosexuellen Pendants, die nur geheiratet haben, weil Barry eine Party wollte und Doreen ein Kleid entdeckt hat, das ihr gefällt.“

Gegen Selfies

Eine andere Sache, die der homosexuelle Schauspieler nicht nachvollziehen kann, sind Selfies.

„Man kann nicht verleugnen, dass es fantastisch ist, eine Kamera am Handy zu haben, aber diese Sucht, sich ständig damit selbst zu fotografieren, finde ich armselig“, sagte er. „Zwei Millionen Jahre nach der Evolution der Menschheit, 70 Jahre in Frieden haben wir nichts Besseres zu tun, als durch die Welt zu reisen und uns selbst zu fotografieren. Das ist sehr eitel.“

Er könne jedenfalls darauf verzichten, Fotos von sich selbst vor dem Taj Mahal zu sehen.

Everett teilt sich den CineMerit Award in diesem Jahr mit dem Regisseur Jean-Jacques Annaud („Der Name der Rose“), der die Auszeichnung bereits am Montagabend erhielt.

dpa

stol