Die Entdeckung der Chauvet-Höhle durch drei Hobby-Höhlenforscher im Dezember 1994 war eine Sensation. In der nahe der Gemeinde Vallon-Pont-d'Arc gelegenen Höhle wurden spektakuläre Malereien gefunden, die vermutlich vor rund 36.000 Jahren entstanden und damit zu den ältesten der Welt gehören.Weil die Malereien aber höchst empfindlich sind, ist die streng bewachte Höhle – seit Juni vergangenen Jahres Unesco-Weltkulturerbestätte – nur wenigen Menschen zugänglich, in erster Linie Wissenschaftern.Damit auch ein breites Publikum einen Eindruck vom künstlerischen Schaffen unserer Vorfahren bekommen kann, wurde in jahrelanger Arbeit ein Nachbau der Chauvet-Höhle angefertigt.In der Höhlen-Replik mit einer Grundfläche von 3.500 Quadratmetern können Besucher dann unter anderem 425 Tierzeichnungen bestaunen, die Höhlenbären, Mammuts, Wollnashörner oder Raubkatzen zeigen. Die prähistorischen Bilder wurden mit Hilfe modernster 3D-Technik mit Holzkohle nachgezeichnet, auch Kopien von Tropfsteinen aus der Höhle wurden angefertigt.Das Projekt kostete 55 Millionen Euro, die Verantwortlichen rechnen mit jährlich 350.000 Besuchern.Bereits 1983 wurde ebenfalls in Frankreich ein Nachbau der berühmten Lascaux-Höhle eröffnet, derzeit entsteht eine weitere Replik der Höhle.apa/afp