Freitag, 01. April 2016

Wer hat die Gartenzwerge entführt? Bitte um Hinweise!

Unbekannte sind unbemerkt in die Glashäuser der Gärtnerei Schullian in Bozen eingedrungen und haben die 260 Gartenzwerge aus der Ausstellung „Kult oder Kitsch – Der Gartenzwerg“ entführt. Bei den Tätern soll es sich angeblich um Mitglieder der „Südtiroler Liga zur Befreiung der Gartenzwerge“ handeln. Die Bevölkerung wird um ihre Mithilfe gebeten.

Bei den Gartenzwergen handelte es sich zum Teil um wertvolle Leihgaben von Sammlern aus Deutschland und Österreich. - Foto: STOL
Bei den Gartenzwergen handelte es sich zum Teil um wertvolle Leihgaben von Sammlern aus Deutschland und Österreich. - Foto: STOL

Das Tagblatt "Dolomiten" berichtet in seiner Freitagausgabe ausführlich darüber. 

Die Gärtnerei-Besitzerin Martina Schullian stand fassungslos vor den leeren Schaukästen und Vitrinen, die die Exponate ihrer aktuellen Dauerausstellung „Kult oder Kitsch – Der Gartenzwerg“ enthalten hatten. 
Das zum Teil sehr wertvolle Zwergenvolk aus dem Besitz von Circus-Roncalli-Chef Bernhard Paul sowie Wolfgang Hundbiss, Betreiber des Museums für Gartenkultur zwischen Stuttgart und Ulm, war verschwunden.

So sollte es sein: Die Gartenzwergen waren Teil der Ausstellung „Kult oder Kitsch – Der Gartenzwerg". - Foto: STOL

Südtiroler Liga zur Befreiung der Gartenzwerge meldet sich

Kurz darauf erhielt Martina Schullian einen Anruf: „Eine Frauenstimme erklärte mir, die ,Südtiroler Liga zur Befreiung der Gartenzwerge‘ habe meine Zwerge entführt“, erklärte die Gärtnerei-Chefin.
„Durch mehrere Zeitungsartikel, die erschienen sind, sei man auf den Notstand dieser  Zwerge aufmerksam geworden.“  Aus diesem Grund habe die Liga die hilflosen Zwerge aus ihrer Verbannung in den Schullian’schen Glashäuser befreit. „Die Frau sagte, die Zwerge seien nun  dort, wo sie hingehören: in ihrem natürlichen Lebensraum, den Gärten.“ 

Vorher und nachher: Die Gartenzwerge wurden entführt. - Foto: STOL

Das bedeutet, die „Gartenzwerg-Befreiungsliga“ hat die 260 Zwerge aus der Ausstellung in die Südtiroler Gärten gestellt, wo sie nun auf Rettung warten. 

Hinweise an Tel. 348/5324132 erbeten - Finderlohn in Aussicht gestellt

„Diese Aktion ist für mich gänzlich unverständlich“, meinte Ausstellungs-Kurator Paul Thuile. Er war Martina Schullian natürlich sofort zur Hilfe geeilt.

„Es gab keinen Anlass, die  Zwerge zu entführen. Sie befanden sich bei uns in einer besonderen Schutzsituation.“ Martina Schullian und Paul Thuile bitten nun um die Mithilfe der Südtiroler Bevölkerung. „Wer in seinem oder in Nachbars Garten einen ,fremden‘ Gartenzwerg entdeckt, sollte uns bitte anrufen.
Am besten wäre es, ein Foto zu machen und es uns dann über SMS zu schicken. So können wir ganz sicher sein und holen den Gartenzwerg ab“, bittet Martina Schullian.  

Gärtnerei-Besitzerin Martina Schullian ist besorgt um die wertvollen Zwerge und möchte sie zurück. - Foto: STOL

Die Handynummer lautet 348/53 24 132, Namen und Anschrift nicht vergessen, damit die Zwerge abgeholt werden können. Für zweckdienliche Hinweis wird ein Finderlohn in Aussicht gestellt. 

stol/sh

stol