Montag, 20. Juli 2015

Wer schläft da draußen am Balkon?

Keiner ist gefeit, die nächtliche Hitze sucht alle heim, die in Tallagen ihr Schlafdomizil haben. Doch sie setzt nicht allen gleichermaßen zu, wie STOL von einigen bekannten Leidtragenden erfahren hat.

„Mein derzeitiges Hitze-Schlafzimmer!“ steht unter diesem Foto.
„Mein derzeitiges Hitze-Schlafzimmer!“ steht unter diesem Foto.

Nicht nur tagsüber macht die Hitze den Südtirolern zu schaffen (STOL hat berichtet), sondern vor allem auch nachts. Doch was wäre der Südtiroler, wüsste er sich nicht zu helfen. So wie etwa dieser Politiker.

„Mein derzeitiges Hitze-Schlafzimmer!“, schreibt etwa der Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker zum Bild einer Sonnenliege, die grad mal so auf dem Balkon Platz findet. Das sei sein derzeitiges Schlafdomizil. „Und der Wecker ist ein singendes Heer von Vögeln in den frühesten Morgenstunden. Zwar früh, aber wunderschön!!“, nimmt Stocker die Hitze scheinbar gelassen.

Man könne auf so einer Liege echt schlafen und falle nicht hinunter, so der Politiker.

 

Das Nachtlager von Sigmar Stocker. Foto: privat

In Terlan wohnhaft bekommt Stocker die annähernd selben Tropennächte mit, wie die Bozner und eben alle, die im Talkessel schwitzen. "In den Räumen steht die Luft und so am Balkon geht doch immer a Liftl", so Stocker. Und sollte alles nichts mehr nützen: "Im Sektkeller ist es bestimmt schön frisch", so der Terlaner.

Schlafen mit Federbett

Sehr hitzeresistent hingegen zeigt sich Landtagskollegin Brigitte Foppa. "Mir ist es nie heiß genug! Ich wohne in einem alten Haus am Waldrand und bei mir ist es immer kühl", so die Grünen-Politikerin. Und sie setzt noch eines drauf: "Daher schlafe ich auch in diesen Nächten mit Federbett", so die Montanerin.

Für die geplagten Boznerinnen sei dies wahrscheinlich unvorstellbar, so Foppa.

Keine Chance auf kühle Brise

Eigentlich wohnt auch der Landesschützenkommandant Elmar Thaler im halbwegs kühlen Weiler Kalditsch oberhalb von Montan. Weil er aber gerade seine Hausfassaden renovieren lässt, hat ihm "der Maler – in der heißesten Jahreszeit – seit einigen Tagen sämtliche Fenster mit Nylonfolie zugeklebt".

Keine Chance auf eine kühle Brise für Thaler also. "Da heißt es richtig schwitzen und hoffen, dass es kühler wird", so der Landesschützenkommandant.

Bei offenem Fenster, duschen und trinken

Da er eher die Kälte, als die Hitze aushalte, gehöre er derzeit zu den "Leidenden", so Pius Leitner. Nicht ganz so, aber ähnlich wie sein Partei- und Berufskollege hält er es in der Nacht: "Ich schlafe derzeit zwar nicht direkt auf dem Balkon, aber bei offenen Fenstern." 

In Vahrn geht das insofern gut, als dass aus dem Schalderer Tal stets ein frisches Lüftchen weht. Zudem wirke eine Dusche zwischendurch Wunder, ebenso ein Schluck "Pippenwasser". Die Frage: "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" stellt sich heuer jedenfalls nicht, so der Politiker vor dem Zubettgehen.

stol/ker

stol