Freitag, 13. November 2020

Wettbewerb zur „Sozialen Landwirtschaft“

Mit einem Sozialprojekt für Menschen mit Beeinträchtigung und Senioren nehmen die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen, wachsen, leben“, die Südtiroler Bäuerinnenorganisation und der Südtiroler Bauernbund an einem nationalen Wettbewerb zur „Sozialen Landwirtschaft“ teil. Für das Projekt kann online abgestimmt werden.

Auch Südtirol macht mit einem Projekt mit.
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Auch Südtirol macht mit einem Projekt mit. - Foto: © SBB
Bereits zum 5. Mal organisiert der italienische Bauernverband Confagricoltura den Wettbewerb „Coltiviamo Agricoltura Sociale“. „Dabei werden vorbildliche Initiativen von landwirtschaftlichen Betrieben oder Sozialgenossenschaften prämiert, die zum Ziel haben, benachteiligte soziale Gruppen zu stützen, sie in die Gesellschaft einzugliedern oder die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen zu fördern“, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

Gezielte pflanzengestützte Aktivitäten

Heuer beteiligen sich die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen, wachsen, leben“, die SBO und der SBB mit dem Projekt „Benessere con l’aiuto di piante – Una vita migliore per anziani e persone fragili“ am Wettbewerb. „Unser Projekt will mit gezielten pflanzengestützten Aktivitäten auf Südtiroler Bauernhöfen die Lebensqualität jener Menschen verbessern, die es im Leben nicht so leicht haben“, so Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner. Konkret arbeiten Bäuerinnen mit Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Garten, verbringen Zeit mit ihnen und binden sie in die Gemeinschaft der bäuerlichen Familie mit ein.

„Dadurch sollen vorhandene Fähigkeiten gestärkt und neue, auch soziale Kompetenzen trainiert werden. Das Arbeiten mit Pflanzen im Garten und das Miteinander auf dem Hof wirken sich positiv auf die physische und mentale Gesundheit aus“, erklärt Josef Haller, Mitglied der Geschäftsleitung im Bauernbund und Projektverantwortlicher.

Die erste Hürde hat das Projekt „Benessere con l’aiuto di piante – Una vita migliore per anziani e persone fragili“ bereits geschafft: Es wurde zur öffentlichen Online-Abstimmung zugelassen. „Bis zum 26. November kann nun jede und jeder auf der Plattform www.coltiviamoagricolturasociale.it für das Südtiroler Projekt stimmen.

Um ins Finale der 30 meistgewählten Projekte zu kommen, brauchen wir jetzt so viele Stimmen wie möglich“, appelliert Obmann Leo Tiefenthaler. Zudem ruft Tiefenthaler auf, auch Verwandte, Freunde und Bekannte zu animieren, mitzustimmen. „Ins Finale zu kommen, wäre nicht nur eine Anerkennung für alle, die an diesem einmaligen Projekt mitarbeiten, sondern eine Anerkennung für ganz Südtirol.“

Vor der Stimmabgabe ist eine einfache Registrierung auf der Webseite nötig.

stol