Bundespräsident Heinz Fischer schickte ein Glückwunschschreiben, eine Abordnung der Wiener Philharmoniker spielte in dem kleinen Innenstadtcafé auf und die Post ehrte ihn mit einer Sonderbriefmarke.Das inzwischen in jedem Österreich-Reiseführer vertretene „Hawelka“ ist laut Bundespräsident unverzichtbarer Bestandteil der Wiener Innenstadt. Das Kaffeehaus sein eine kulturelle Institution, „in der sich seit den 50er-Jahren Künstler, Intellektuelle und Freigeister aller politischer Richtungen treffen, um echte Wiener Gastfreundschaft zu genießen.“ Unter anderem sollen Schriftsteller wie Friedrich Torberg oder Künstler wie Friedensreich Hundertwasser und André Heller dort regelmäßig ihren „Kleinen Braunen“ oder die berühmten Buchteln der inzwischen gestorbenen Hawelka-Gattin Josefine bestellt haben.Im Gästebuch sind auch Politiker wie Hans-Dietrich Genscher, Bill Clinton und Vaclav Havel verewigt.Am heutigen Montag wurde dann ganz glamourös der Rote Teppich vor dem Schankraum mit Wohnzimmeratmosphäre ausgerollt. Die Wiener Prominenz drängte sich am Brötchen- und Buchtelbüfett. „Ich habe hier Schule geschwänzt und mich von meinem Mathematikprofessor versteckt, der auch hier Stammgast war“, sagte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Nur der Jubilar selbst fehlte in dem ganzen Trubel: „Weil der auf dem Sofa eingeschlafen ist“, sagte Sohn Günter.dpa