Sonntag, 20. August 2017

Wildbienen mit Rückennummern: erste Forschungsergebnisse

Forscher haben in München Wildbienen mit winzigen Rückennummern ausgestattet und ihren Flugradius untersucht.

Die Studie dient der besseren Untersuchung der gefährdeten Wildbienen.
Die Studie dient der besseren Untersuchung der gefährdeten Wildbienen. - Foto: © shutterstock

Das Ergebnis der Studie zum Flugradius der Wildbienen: Weibchen flogen im Durchschnitt rund 102 Meter weit, Männchen rund 96.

Das ist der Zwischenstand eines Forschungsprojekts von Michaela Hofmann, Doktorandin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Über 400 Bienen markiert

Gemeinsam mit Studenten der LMU hatte sie im April über 400 Gehörnte Mauerbienen im Botanischen Garten mit winzigen Rückennummern versehen.

Die Münchner waren dazu aufgerufen, Hofmann mitzuteilen, wo sie die markierten Bienen entdeckt haben.

Seit April gab es 77 Meldungen, sagte Hofmann. Am weitesten flog demnach ein Weibchen, das über 720 Meter zurücklegte.

Wildbienen gefährdet

In Deutschland gibt es laut Hofmann über 570 Wildbienenarten, und viele davon sind gefährdet.

Während die Honigbiene schon recht gut erforscht sei, ist das Wissen über viele Wildbienenarten begrenzt. „Man weiß oft nicht, wie weit sie sich auf der Suche nach Nahrung, Partnern oder neuen Nistmöglichkeiten vom Ort ihres Schlupfs entfernen“, sagte Hofmann.

dpa

stol