<b>Von Stephan Niederegger</b><BR /><BR />Wenn er eine Aufgabe übernimmt, „dann zu 100 Prozent und nicht nur nebenbei“, sagt Robert A. Steger. Er mache keine halben Sachen, erklärt er pflichtbewusst. Das war so, als er nach der Matura mit seiner Schwester das Café Petra in Kasern geführt und später im Prettauer Gemeindeamt gearbeitet hat. <BR /><BR />Gleiches galt bei der Gründung der Prettauer Energie AG, die als Bürgergesellschaft gemeinsam mit der Gemeinde den Bau und den Betrieb der Wasserkraftwerke in Prettau finanziert und verwaltet, ebenso wie bei der Lokalen Aktionsgruppe Pustertal (LAG) und dem Regional Management Pustertal, das die regionale Entwicklung des Tales stärkt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297332_image" /></div> <BR /> All diese Initiativen zielen darauf ab, unsere Dörfer und Täler zukunftstauglich zu machen, denn „die Peripherie hat eine hohe Lebensqualität“, erklärt der 55-Jährige. Das sei aber nicht selbstverständlich und man müsse jeden Tag daran arbeiten, erklärt er weiter. Ideen entwickeln und diese zu verwirklichen: Das ist es, was ihn antreibt und begeistert.<BR /><BR />Mit diesen Vorzeichen war es wohl kaum verwunderlich, dass Robert A. Steger sich alsbald auch politisch engagierte. 2010 trat er die Nachfolge von Bürgermeister Alois Brugger an, 2021 wurde er zum Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Pustertal gewählt.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74221581_listbox" /><h3>Die Welt bereisen</h3>Während seines berufsbegleitenden Wirtschafts- und Managementstudiums in Innsbruck und Mailand absolvierte er mehrere Auslandssemester und ist dadurch viel in der Welt herumgekommen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297335_image" /></div> <BR />Dieser „Blick von außen“ habe ihn in seiner Begeisterung für die Heimat und seiner Liebe zu Südtirol bestärkt, sagt er mit Tiroler Stolz. Er habe dabei zwei Dinge gelernt: zum einen sei Südtirol nicht der Nabel der Welt und zum anderen leben wir an einem der schönsten Plätze, die es gibt, philosophiert der „Teldra“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297338_image" /></div> <BR /><BR />Immer wieder nimmt er sich auch heute noch eine mehrwöchige Auszeit, um mit seiner Frau Iustina Städte zu bereisen. Er erzählt von Cluj-Napoca (Klausenburg), der zweitgrößten Stadt in Rumänien, von London und Berlin, von Barcelona und Valencia. Ein Kulturprogramm mit Museumsbesuchen, Konzerten und Musicals ist dabei immer mit eingeplant, ergänzt er. <BR /><BR />Als Tochter Denise zu einem Auslandssemester in Japan war, hat er sie gemeinsam mit seiner Frau besucht und dies mit einer dreiwöchigen Rundreise im „Land der aufgehenden Sonne“ verbunden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297341_image" /></div> <BR /><BR />Er habe so viele tolle Städte gesehen, aber könne sich kaum vorstellen, in einer davon zu leben, sagt der Weltenbummler. Einzige Ausnahme sei das kanadische Vancouver mit seinem milden Klima, der offenen Mentalität der Menschen und der Nähe vom Meer zu den Bergen: „Aber nur, wenn es Prettau nicht gäbe.“<h3> Der Antike auf der Spur</h3>Robert A. Steger interessiert sich auch für antike Völker. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil von Luxor bis Assuan führte das Ehepaar mit Tochter auf die Spuren der Ägypter. Wenn sich die Menschheit auch technologisch so groß weiterentwickelt hat, so gäbe es bestimmte Grundmuster im Zusammenleben der Menschen schon seit zigtausend Jahren, stellt er fasziniert fest.<BR /><BR />Seit er in der Bezirksgemeinschaft arbeitet, sei es schwieriger geworden, sich Termine für diese Reisen freizuschaufeln, aber mit der nötigen Vorlaufzeit gelingt es immer wieder, „die Welt zu erkunden.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297344_image" /></div> <BR />Aber auch in diesen Wochen ist er dennoch erreichbar, denn der Laptop und das Handy sind im Gepäck, um E-Mails zu beantworten, Dokumente zu unterschreiben oder unbeantwortete Anrufe zu erledigen. In seiner Position müsse er auf dem Laufenden bleiben, „denn Alltagsgeschäfte müssen auch im Urlaub erledigt werden.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297347_image" /></div> <BR />Ein Tag alle paar Monate ist fix in seinem Terminkalender eingetragen: An diesem Tag treffen sich die Studienkollegen aus Innsbruck in ihrer damaligen Stammkneipe beim „Kapuziner“ in Innsbruck. „Jeder, der Zeit hat, schaut an diesem Tag vorbei.“ Und auch zu den Kollegen aus der Studienzeit in Mailand hat er immer noch Kontakt. Zuletzt vor zwei Jahren trafen sich die internationalen Freunde zum Skifahren in Gröden.<h3> In den Bergen unterwegs</h3>In den Bergen ist er am liebsten alleine unterwegs. Diese Momente sind für ihn ein willkommener Ausgleich vom Alltag, wenn er die Natur einatmen und die herrlichen Ausblicke „in unsere wunderschöne Landschaft“ genießen kann, die er oft mit dem Fotoapparat einfängt.<BR /><BR /> Mittlerweile zählen alle 3000er in der Gemeinde Prettau zu seinen „Gipfelsiegen“. Ein besonderer Gipfel warte aber noch auf ihn, nämlich der 3776 Meter hohe Fujiyama, der „Fuji“, wie die Japaner den „heiligen Ort und Quelle künstlerischer Inspiration“ (UNESCO-Weltkulturerbe 2013) nennen. Die Bergsteigersaison ist dort auf die Monate Juli und August beschränkt, da ein Aufstieg bei Schnee zu gefährlich ist.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297350_image" /></div> <BR />Seit seinem Studium ist Englisch seine Arbeitssprache, daher sind Computer und Laptop, wie auch sein Handy, das Auto und der Fernseher auf Englisch eingestellt. Seit zwei Jahren hat er sich auch vorgenommen, alle acht Staffeln der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ in originaler Sprache zu schauen. Bislang ist er aber über die erste Staffel nicht hinausgekommen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74221427_listbox" />