Sowohl Landeshauptmann Arno Kompatscher als auch Philip Wohlgemuth, Landeshauptmannstellvertreter des Bundeslandes Tirol, sowie Brixens Bürgermeister Andreas Jungmann werden eine kurze Ansprache halten. Mitgetragen wird die Veranstaltung von der Silvius-Magnago-Stiftung. Obfrau Martha Stocker wird den Abend (Beginn: 18.45 Uhr) moderieren.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71802259_quote" /><BR /><BR />Mit dieser Veranstaltung erinnert der Schützenbezirk Brixen daran, dass Rom vor 65 Jahren Südtirol noch als rein inneritalienische Angelegenheit betrachtete und die Volksgruppenrechte laut Pariser Vertrag dem Land verweigerte. „Wir hatten das große Glück, dass ein Politiker wie Bruno Kreisky, der mutig war, der über sehr gute Kontakte verfügte, der strategisch denken und abschätzen konnte, was durchsetzbar ist, den Mut hatte, das Südtirol-Problem vor die UNO zu bringen“, meint Martha Stocker. <BR /><BR />„Das war damals ein sehr gewagtes Unterfangen. Als kleiner neutraler Staat hatte Österreich nicht so ein großes Gewicht. Kreisky war sehr mutig und unglaublich geschickt im Verhandeln“, erklärt Stocker. Am 31. Oktober 1960 beschloss die UNO-Vollversammlung einstimmig die Resolution: Diese bestätigte nicht nur das Pariser Abkommen, sondern forderte Österreich und Italien zur Fortsetzung ihrer Verhandlungen auf, um alle Meinungsverschiedenheiten über das Pariser Abkommen zu bereinigen und den Streit darüber beizulegen. Damit bekräftigte die UNO auch, dass Österreich die Berechtigung hatte, sich mit Südtirol zu befassen. <h3> Forderung: Straße nach Kreisky benennen</h3> Für die Schützen hat Kreisky einen „wichtigen Eckstein für die Autonomie gesetzt“. „Die Schutzmachtfunktion ist erst durch die erste UNO-Resolution entstanden“, sagt Lechner. <BR /><BR />Der Bezirksmajor wäre dafür, dass in der Landeshauptstadt Bozen eine Straße oder ein Platz nach Kreisky benannt wird. Auch Martha Stocker spricht sich dafür aus: „Das wäre absolut gerechtfertigt und höchst an der Zeit.“ Kreisky war von 1959 bis 1966 Außenminister und von 1970 bis 1983 Bundeskanzler der Republik Österreich.<BR /><BR />Der „Große Österreichische Zapfenstreich“, ein zeremonielles Musikstück, wird nach den Ansprachen der Politiker auf dem Domplatz aufgeführt. Die Musikkapelle Schabs umrahmt den Abend musikalisch.