Mittwoch, 21. März 2018

Zu viele Sterbefälle: Bestatter macht zu

In München sah sich ein Bestattungsunternehmen gezwungen, für einen Tag alle Aufträge abzusagen. Grund dafür: Zu viele Krankheitsfälle auf der einen, zu viele Todesfälle auf der anderen Seite.

Im Bild: Die Information für die Kunden und der Leiter der Einrichtung, Peter Kotzbauer.
Im Bild: Die Information für die Kunden und der Leiter der Einrichtung, Peter Kotzbauer.

Wegen der „überdurchschnittlich vielen Sterbefälle“ nahm Anfang der Woche das städtische Bestattungsinstitut in der Münchner Damenstiftstraße keine Bestattungsaufträge mehr an, wie lokale Münchner Medien berichteten.

Auf dem Zettel des Instituts stand am vergangenen Montag: "Sehr geehrte Besucher, auf Grund von Krankheiten und überdurchschnittlich vielen Sterbefällen sind wir heute leider nicht mehr in der Lage, weitere Bestattungsaufträge anzunehmen. Wir bitten um ihr Verständnis."

Viele Kunden waren zunächst schockiert, glaubten sie doch ihre Lieben nicht beerdigen lassen zu können. Der Abholdienst habe aber auch an besagtem Tag reibungslos und normal funktioniert, hieß es aus dem Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt. Das heißt, Verstorbene wurden auch am Montag, als einige vom Personal krank waren, daheim abgeholt und ins Institut gebracht. Nur Beratungsgespräche wurden auf den nächsten Tag verschoben.

Was lernen wir aus der „Geschicht“? Das Sterben richtet sich nicht unbedingt nach den Kapazitäten eines Bestatters.

stol/vs

stol