Samstag, 30. Mai 2015

Papst: "Ein Angriff auf das Leben, Flüchtlinge im Meer sterben zu lassen"

Papst Franziskus hat Abtreibung, Sterbehilfe und den Tod von Hunderten Migranten im Mittelmeer als „Angriff auf das Leben“ angeprangert. „Eine richtige Gesellschaft erkennt das Recht auf Leben als vorrangig an, von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende“, sagte der Argentinier am Samstag bei einer Audienz für Mitglieder der „Vereinigung Wissenschaft und Leben“.

Foto: © APA/AP

Das Leben sei ein Geschenk und die Gesellschaft müsse über ihren Umgang damit nachdenken, sagte Papst Franziskus.

„Das Übel der Abtreibung ist ein Angriff auf das Leben. Es ist ein Angriff auf das Leben, unsere Brüder auf den Booten im Kanal von Sizilien sterben lassen“, sagte der 78-Jährige.

Auch der Tod durch Unterernährung, Terrorismus, Krieg, Gewalt und Sterbehilfe sei nicht hinnehmbar, fügte das Kirchenoberhaupt hinzu.

Bei einer Begegnung mit kranken Kindern und ihren Eltern hatte Franziskus bereits am Freitagabend betont, Abtreibung könne niemals die Antwort auf Krankheit oder Behinderung sein. Er bewundere Eltern, denen die Ärzte wegen der schweren Erkrankung ihrer Kinder zu einer Abtreibung geraten hätten und die trotzdem diese Kinder zur Welt gebracht hätten. „Ich danke euch für euer Beispiel“, sagte er.

dpa

stol