Samstag, 19. November 2016

Papst ernennt Kardinäle und warnt vor „Virus der Polarisierung“

Papst Franziskus hat am Samstag im Petersdom in Rom bei der Ernennung neuer Kardinäle vor der zunehmenden Spaltung in Kirche und Gesellschaft gewarnt.

Papst Franziskus ernannte unter anderen Joseph William Tobin, den Erzbischof von Newark (USA), zum Kardinal.
Papst Franziskus ernannte unter anderen Joseph William Tobin, den Erzbischof von Newark (USA), zum Kardinal. - Foto: © APA/AFP

„Das Virus der Polarisierung und der Feindschaft dringt in unsere Art zu denken, zu fühlen und zu handeln ein. Dagegen sind wir nicht immun, und wir müssen aufpassen, dass eine solche Haltung nicht unser Herz in Beschlag nimmt“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag.

Bei der Zeremonie im Petersdom setzte Franziskus den neuen Kardinälen das rote Birett auf. Unter den 17 neuen Purpurträgern sind fünf Europäer, vier Nordamerikaner, zwei Südamerikaner, drei Afrikaner, zwei Asiaten und ein Ozeanier. Damit gibt es nun insgesamt 228 Kardinäle.

Als Zeichen der Solidarität des Papstes mit der kriegsleidenden Bevölkerung in Syrien gilt die Entscheidung, den Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, zum Kardinal zu erheben.

Nach der Zeremonie stattete Franziskus mit den neuen Kardinälen seinem Vorgänger Benedikt XVI. im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan eine Besuch ab.

dpa

stol