Es ist der erste offizielle Besuch eines türkischen Präsidenten oder Regierungschefs seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl 1960.Nach der Audienz sind Treffen mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und mit Regierungschef Paolo Gentiloni geplant. Der Besuch findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Kurden in Italien haben Proteste angekündigt.Mit Spannung wird erwartet, ob der Papst die Menschenrechtslage in der Türkei und die jüngste Entwicklung im Syrien-Krieg zum Thema macht. Erst vor zwei Wochen ist das türkische Militär mit verbündeten Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA) gegen die kurdische Miliz YPG, die die Türkei als Terrororganisation einstuft, in Nordwestsyrien vorgerückt.Nach der Ankündigung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, berieten sich das katholische Kirchenoberhaupt und Erdogan telefonisch. In der Vergangenheit hatte es aber auch immer wieder Spannungen zwischen der Türkei und dem Kirchenstaat gegeben, etwa als Franziskus das Massaker des Osmanischen Reichs an den Armeniern vor mehr als hundert Jahren als Völkermord einstufte.apa/dpa