Montag, 16. Oktober 2017

Papst Franziskus: Hunger ist keine unheilbare Krankheit

Konflikte lösen und den Klimawandel stoppen sind Papst Franziskus zufolge die Wege, mit dem der Hunger auf der Welt bekämpft werden kann.

Der Papst am Montag bei der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) in Rom.
Der Papst am Montag bei der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) in Rom. - Foto: © APA/AFP

„Es ist klar, dass die Kriege und die klimatischen Veränderungen Hunger verursachen, vermeiden wir es also, ihn als eine unheilbare Krankheit darzustellen“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Montag anlässlich des Welternährungstages bei der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) in Rom.

Systematische Abrüstung ist notwendig

Der Pontifex sprach sich für eine allmähliche und systematische Abrüstung aus, um Konflikte zu überwinden. Er beklagte außerdem erneut, dass sich Staaten „aus Ungnade“ aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen – eine Anspielung auf den Ausstieg der USA unter Präsident Donald Trump aus den Verträgen. Schon heute würden die Konsequenzen der klimatischen Veränderungen täglich sichtbar, mahnte der Papst.

Zahl der Hungerleidenden steigt weltweit

Die Rede von Franziskus verfolgten auch Vertreter der sieben großen Industrienationen im Anschluss an das G7-Agrarministertreffen am Wochenende im italienischen Bergamo. Die FAO hatte zuletzt berichtet, dass als Folge von Gewaltkonflikten und des Klimawandels die Zahl der Hungerleidenden weltweit wieder gestiegen ist.

815 Millionen Menschen hatten im vergangenen Jahr zu wenig zu essen. Im Zeitraum zwischen 2003 und 2013 war der Hunger auf dem Rückmarsch.

dpa

stol