Sonntag, 30. August 2015

Papst Franziskus und die Debatte um Bücher von lesbischer Autorin

Papst Franziskus ist in die Debatte um Kinderbücher einer lesbischen Autorin hineingerutscht, in die sich bereits Elton John eingemischt hat. Die Autorin Francesca Pardi hatte dem Papst ihre Bücher, die sich auch mit Familienmodellen mit homosexuellen Eltern beschäftigen, geschickt.

Foto: © LaPresse

Ein Vatikan-Vertreter hatte ihr im Namen Franziskus' geantwortet mit Segenswünschen. Sie solle „weiter Arbeit im Dienste der jungen Generationen und bei der Verbreitung menschlicher und christlicher Werte“ leisten, hieß es.

Italienische Medien interpretierten das als Würdigung des Vatikans von Pardis Arbeit und ihres Lebensstils. Die Autorin hat mit ihrer Partnerin vier Kinder. Der Vatikan sah sich darauf genötigt, gegenzusteuern. Es sei keine Aufmunterung gewesen, eine Lehre zu verbreiten, die nicht mit der christlichen übereinstimme, sondern ein privater Brief, sagte ein Vatikansprecher.

Über die Bücher diskutiert Italien seit Monaten. Der neue Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, hatte einige nach seinem Amtsantritt an Vorschulen der Stadt verbannt. Darauf beschimpfte ihn der homosexuelle Sänger Elton John als „bigott“.

dpa

stol