Samstag, 28. April 2018

Papst setzt Gespräche mit Missbrauchsopfern aus Chile fort

Papst Franziskus setzt am Samstag seine persönlichen Gespräche mit Missbrauchsopfern aus Chile im Vatikan fort. „Ich hoffe einfach nur, dass es nützlich ist. Dass es hilft, das Notwendige zu verändern, damit die Welt ein Ort wird, der achtgibt, der begleitet und keiner, der misshandelt“, twitterte José Andrés Murillo nach seinem zweistündigen Gespräch mit dem Pontifex am Freitag.

Papst Franziskus wird aufgefordert, Fürsorge zu leisten und nicht nur um Verzeihung zu bitten.
Papst Franziskus wird aufgefordert, Fürsorge zu leisten und nicht nur um Verzeihung zu bitten. - Foto: © APA/Reuters

Murillo habe dem Papst „voller Respekt und aufrichtig“ zu verstehen gegeben, wie wichtig es sei, „Verantwortung (für den Missbrauch), Fürsorge zu übernehmen“ und nicht nur um Verzeihung zu bitten. Der Vatikan will vom Inhalt der Gespräche nichts offiziell bekannt geben.

Papst Franziskus hatte Murillo sowie Juan Carlos Cruz und James Hamilton in das Gästehaus Santa Marta eingeladen, um am Wochenende mit ihnen über ihre Erlebnisse zu sprechen und sie um Verzeihung zu bitten. Die Männer waren in Chile vom früheren Pfarrer und Priesterausbilder Fernando Karadima sexuell missbraucht worden.

Der Papst war Anfang des Jahres bei seiner Reise in das südamerikanische Land kritisiert worden, weil er den chilenischen Bischof Juan Barros in Schutz nahm, obwohl dieser Sexualdelikte Karadimas gedeckt haben soll. Franziskus räumte mittlerweile „schwere Irrtümer“ ein.

apa/dpa

stol