Mittwoch, 27. September 2017

Papst startet Flüchtlingskampagne „Share the journey“

Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch die Caritas-Flüchtlingskampagne „Share the journey“ („Teile deine Reise“) mit einem Appell zur Aufnahme von Flüchtlingen gestartet. Die Kampagne wird zwei Jahre dauern, die Caritas will damit eine „Kultur der Begegnung“ fördern – sowohl in den Herkunftsgemeinden der Migranten als auch in den Transit- oder den Zielorten.

Papst Franziskus hat eine neue Kampagne gestartet.
Papst Franziskus hat eine neue Kampagne gestartet. - Foto: © APA/AFP

Laut Caritas zielt die Kampagne darauf ab, „die Menschen in Kontakt mit echten Migranten zu bringen“. Die Organisation will dabei auf lokaler Ebene Kontakte zwischen lokalen Gemeinschaften und Geflüchteten fördern. Damit sollen Vorurteile und Ablehnung abgebaut werden. Unterstützt wird die Initiative des Caritas-Weltdachverbands (Caritas Internationalis/CI) von „Act Alliance“, einem Netzwerk von 145 christlichen Hilfswerken auf der ganzen Welt.

„Christus hat uns aufgefordert, Migranten und Flüchtlinge mit offenen Armen aufzunehmen“, betonte der Papst vor den versammelten Pilgern. „Wir dürfen keine Angst haben, die Reise zu teilen, die Hoffnung zu teilen. Ohne Hoffnung kann man keine Reise unternehmen“, sagte der Papst.

Der Präsident von Caritas Internationalis, Kardinal Luis Tagle, Erzbischof von Manila, betonte in einer Videobotschaft, dass es in den meisten Familien und Gemeinschaften Migranten gebe oder gegeben habe. „Ich denke oft an meinen Großvater, der wegen der Armut seiner Familie von China auf die Philippinen auswandern musste“, so Tagle.

An der Generalaudienz und dem Kampagnenstart in Rom nahm auch der Präsident der Caritas Österreich, Michael Landau, teil. Die Worte des Papstes erinnerten daran, „dass wir Bürgerinnen und Bürger einer Welt sind und dass wird Verantwortung für einander tragen“, schilderte Landau im Kathpress-Interview. „Kein Mensch verlässt seine Heimat ohne Not. Das ist auch für uns in Europa eine wichtige Botschaft: Wer Schutz sucht, muss Schutz finden können, und zwar in einem fairen Verfahren unter menschenwürdigen Umständen.“

apa

stol