Mittwoch, 14. September 2016

Partschins: Tradition neu belebt

Erstmals seit vielen Jahren fand am Partschinser Wetterkreuz wieder ein Wortgottesdienst statt. Dafür hat sich die Bauernbund-Ortsgruppe Partschins eingesetzt.

Zahlreiche Personen versammelten sich beim Partschinser Wetterkreuz.
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Zahlreiche Personen versammelten sich beim Partschinser Wetterkreuz.

Zwischen 60 und 70 Wanderer sind dem Aufruf im Pfarrblatt gefolgt und haben am Wetterkreuz „Hohe Wiege“ in Partschins einen Wortgottesdienst unter der Leitung vom Florian Müller gefeiert. Dabei wurde auch an die beiden kürzlich verstorbenen Wetterkreuz-Mitgründer Sebastian Bernhard und Franz Kuen erinnert.

Die Tradition der religiösen Feiern am Wetterkreuz wieder zu beleben, hatte sich die Bauernbund-Ortsgruppe von Partschins zum Ziel gesetzt. „Sie gehören zur bäuerlichen Tradition, die es zu pflegen gilt. Ich habe zahlreiche positive Rückmeldungen der Dorfgemeinschaft erhalten, weshalb wir die Initiative in den nächsten Jahren weiterführen wollen“, sagte der SBB-Ortsobmann Josef Sprenger.

Errichtet wurde das Wetterkreuz „Hohe Wiege“ im Jahr 1984 von der Bauernjugend Partschins, 1993 wurde das saniert. „Das Aufstellen von Wetterkreuzen ist in Südtirol weit verbreitet und soll im Volksglauben die Bevölkerung vor Naturkatastrophen wie Gewitter mit Blitzschlag, Sturm oder Hagelschlag schützen. Die drei Querbalken der Wetterkreuze symbolisieren die Heilige Dreifaltigkeit. Da die Landwirtschaft besonders stark von der Witterung abhängig ist, sind Wetterkreuze auch oft in unmittelbarer Umgebung von Bauernhöfen zu finden“, erklärte Sprenger.

Das Wetterkreuz in Partschins. 

stol