Mittwoch, 08. Februar 2017

Passeirer Straße: Tunnellösung bei Saltaus anvisiert

Um die Staatsstraße im Passeiertal (SS 44) bei Saltaus anzupassen und sicherer zu machen, fasst die Landesregierung den Bau eines Tunnels ins Auge.

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Das Landesamt für Straßenbau West hat eine Machbarkeitstudie für den Ausbau der Staatsstraße auf den Jaufenpass zwischen Tirol und Saltaus ausgearbeitet.

Für den Bereich bei der Ortschaft Saltaus wurde eine neue Trasse an der Talsohle vorgesehen, welche mit einem T-Knoten im Riffianerwald beginnt, entweder auf der orografisch rechten Seite entlang der Passer verläuft und mit einem Kreisverkehr an die bestehende SS44 angeschlossen wird (Gesamtlänge rund 1,5 Kilometer) oder als Variante die Passer nach dem Campingplatz quert, oberhalb der Handwerkerzone Schweinsteg verläuft und mit einem Kreisverkehr an die Passeierer Staatsstrasse angeschlossen wird (Gesamtlänge rund 2,2 Kilometer).

Mit dieser Lösung wäre die derzeit stabile Hangrutschung bei der Schweinssteiger Brücke umfahren. Die Gesamtbaukosten wurden auf rund 14,31 Millionen Euro bzw. 27,64 Millionen Euro geschätzt.

Von Seiten der Gemeinde wurde neben diesen beiden Lösungen des Landesamts für Straßenbau West eine Untertunnelung der Staatsstraße im Bereich des Ortskerns von Saltaus (Gesamtlänge von rund 1,2 Kilometer und Tunnel von rund 260 Meter) vorgeschlagen, für die Gesamtkosten von circa 15,1 Millionen Euro errechnet wurden, und zwar mit der Anpassung des rund 600 Meter langen Abschnittes der bestehenden Staatsstraße vor Saltaus. Für den Tunnel sind spezielle Bauverfahren notwendig, weil die Platzverhältnisse beengt sind. Besonderes Augenmerk muss auf die Verkehrsführung während der Bauausführung gelegt werden, um bei einer rund zweijährigen Bauzeit den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern.

Nach der Gegenüberstellung der Lösungen hat sich die Landesregierung für die Tunnelvariante ausgesprochen. „Damit erreichen wir nicht nur eine Anpassung der Straße, sondern auch eine erhebliche Lärmentlastung für das Dorf Saltaus – zudem ist der Eingriff landschaftsschonend und es wird wenig Grund verbraucht“, fasst Tiefbaulandesrat Florian Mussner die Vorteile der Tunnellösung zusammen. Mit dieser Entscheidung der Landesregierung sind die Voraussetzungen geschaffen, damit die Planung beginnen kann.

lpa

stol