Mittwoch, 15. April 2015

Pearl Harbor: USA lässt 388 Soldaten exhumieren

Mehr als 73 Jahre nach dem Angriff auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor sollen Hunderte der damals getöteten Soldaten identifiziert werden.

Der Angriff auf Pearl Harbor durch die Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte zog die Vernichtung der in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA am 7. Dezember 1941 nach sich.
Der Angriff auf Pearl Harbor durch die Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte zog die Vernichtung der in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA am 7. Dezember 1941 nach sich. - Foto: © APA/EPA

Das US-Verteidigungsministerium kündigte am Dienstag an, die sterblichen Überreste von 388 Marinesoldaten zu exhumieren. Ihre Identität solle unter anderem per DNA-Abgleich geklärt werden.

„Die Fortschritte in der forensischen Wissenschaft und Technologie sowie die Bereitstellung von Informationen durch die Familien ermöglichen es nun, Soldaten zu identifizieren, die lange anonym begraben waren“, erklärte Vize-Verteidigungsminister Robert Work. Dies werde nicht bei allen Soldaten möglich sein, es sollten aber „so viele Familien wie möglich“ Klarheit bekommen.

Die identifizierten Soldaten sollen anschließend mit militärischen Ehren beigesetzt werden.

Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die Besatzungsmitglieder des Kampfschiffs „USS Oklahoma“. 429 Marinesoldaten wurden damals getötet. Die 388 nicht identifizierten Opfer wurden später auf einem Friedhof von Honolulu auf Hawaii begraben.

2400 US-Bürger starben

Japanische Kampfflugzeuge hatten am 7. Dezember 1941 einen Überraschungsangriff auf die US-Pazifikflotte gestartet, die im Hafen von Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker lag. Binnen zwei Stunden wurden rund 20 Schiffe beschädigt oder versenkt, mehr als 2400 US-Bürger kamen ums Leben.

Der US-Kongress erklärte dem mit Nazi-Deutschland verbündeten Japan einen Tag später den Krieg – woraufhin das Deutsche Reich den USA den Krieg erklärte.

dpa

stol