Sonntag, 29. März 2015

Pegida-Demonstration in Graz

Pegida hat am Sonntag den ersten „Spaziergang“ in Graz abgehalten und traf dabei auf Gegendemonstranten der „Offensive gegen Rechts“. Die Aufeinandertreffen verliefen beinahe gewaltfrei. Beide Gruppierungen wollten sich mit Sprechchören übertönen. Drei Personen wurden leicht verletzt.

Einsatzkräfte der Polizei stellten sich den Teilnehmern beider Demonstrationen entgegen.
Einsatzkräfte der Polizei stellten sich den Teilnehmern beider Demonstrationen entgegen. - Foto: © APA/EPA

Nach Einschätzung der Polizei waren knapp 150 Pegida-Anhänger auf den Freiheitsplatz gekommen. Der Sprecher der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, Werner Wirth, meinte, dass mehr kommen wollten, aber ihnen „der faschistische Mob den Weg versperrte“. Gemeint waren die laut Polizei rund 1.000 Gegendemonstranten, die sich an den Gegendemonstranten, die sich an den polizeilichen Absperrungen rund um den Freiheitsplatz postiert hatten.

Die „Offensive gegen Rechts“ hatte ihren Demonstrationszug bereits zwei Stunden vor Pegida am Griesplatz begonnen und skandierte „Rassismus schafft keine Arbeitsplätze“, „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“, „Nazis essen heimlich Döner“ oder auch „Rassismus hat viele Gesichter, aber alle sind hässlich.“

Die kurdische Gemeinde aus Graz mischte sich ebenfalls unter die Gegendemonstranten und wollten damit „gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit“ auftreten. Zum Start der Pegida-Kundgebung am Freiheitsplatz, bei der auch die Gastredner Michael Stürzenberger und Edwin Utrecht aus Deutschland sprachen, machten die Gegendemonstranten bereits ordentlich Lärm und übertönten beinahe die Pegida-Sprecher.

apa

stol