Dienstag, 27. Juni 2017

PIR: Investieren und gleichzeitig Steuern sparen

Mit dem letzten Haushaltsgesetz wurde eine wichtige Neuerung für italienische Sparer eingeführ: PIR. Ziel dieser individuellen Sparverträge ist, das Wachstum der italienischen Wirtschaft durch die Ersparnisse von Privatkunden zu fördern, die für ihre Anlage neben möglichen Zinserträgen auch Steuerbefreiungen erhalten.

PIR: Investieren und gleichzeitig Steuern sparen
PIR: Investieren und gleichzeitig Steuern sparen

Im Ausland gibt es bereits individuelle Sparverträge (PIR – Piani Individuali di Risparmio), die nun auch in Italien eingeführt wurden.  Die wichtigste Neuerung für den italienischen Sparer ist, dass alle Kapitalerträge und andere Erträge im Rahmen seiner Investition steuerfrei sind. Andernfalls würden diese mit 26 % beziehungsweise 12,5 % besteuert. Das Gesetz sieht darüber hinaus auch Steuerfreiheit im Fall einer Schenkung und Erbschaft vor.

Die Ersparnisse der Familien sollen der Finanzierung kleiner und mittlerer Betriebe in Italien zugutekommen. Bedingung dafür ist, dass die individuellen Sparverträge mindestens zu 70 % in Finanzprodukte investiert werden (Schuldverschreibungen oder Aktien, die börsennotiert sein können, aber nicht müssen), die von Unternehmen mit Sitz in Italien emittiert wurden.

Von diesen 70 % müssen wiederum wenigstens 30 % in Finanzprodukte angelegt werden, die von Unternehmen emittiert wurden, die nicht in der Liste der größten Unternehmensgruppen aufgeführt sind, d. h., mindestens 21 % der Gesamtsumme. Um eine Streuung zu gewährleisten, besteht eine Konzentrationsbegrenzung von 10 % für Finanzprodukte desselben Emittenten oder einer anderen Gesellschaften desselben Konzerns oder für Depots und Konten. 

Natürliche Personen können die Steuervergünstigungen nur in Anspruch nehmen, wenn sich ihr steuerlicher Wohnsitz in Italien befindet und sie die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Jede natürliche Person darf nur einen individuellen Sparvertrag abschließen und für jeden individuellen Sparvertrag darf nur ein Inhaber eingetragen sein;
  • jede natürliche Person kann maximal 30.000 Euro pro Jahr in einen Sparvertrag investieren, wobei die Gesamtsumme maximal 150.000 Euro betragen darf (innerhalb von 5 Jahren);
  • der individuelle Sparvertrag muss mindestens 5 Jahre lang gehalten werden;
  • die Investition muss dem Kapital italienischer Unternehmen zugutekommen, auch kleinen und mittleren Firmen oder Unternehmen mit Sitz in Italien und zwar durch Finanzprodukte wie z. B. Anleihen, Aktien und Anteile von Investmentfonds;
  • die Einlagen müssen von Finanzvermittlern und Versicherungsgesellschaften verwaltet werden, die eine Streuung des Portfolios garantieren müssen.

Die Volksbank rät seinen Kunden, die gesetzlich vorgesehene Steuervergünstigungen in Anspruch zu nehmen und dafür verwaltete Sparprodukte zu nutzen, die eine Diversifizierung zwischen Anleihen und Aktien gewährleisten und 30 % des gesetzlich zulässigen Betrags für eine geografische Streuung vorsehen. Auf diese Weise bleibt das Grundprinzip der Diversifizierung erhalten und die gesamte Investition konzentriert sich nicht allein auf Italien. 

Die Volksbank hat sich für einen Investmentfond entschieden, der von einer renommierten Vermögensverwaltungsgesellschaft verwaltet wird, die sich vor allem durch ihr Expertenwissen über italienische Unternehmen und spezielle Bereiche des „Made in Italy“ auszeichnet. Der Fonds besteht aus einem breit gestreuten Portfolio von Wertpapieren und Emittenten.

Damit alle Kunden die Chancen der Steuererleichterungen nutzen können, beträgt die Mindestanlage nur 100 Euro, eine Investition kann auch in Form kleiner monatlicher Überweisungen ab 50 Euro erfolgen.

Für weitere Informationen bitte hier klicken.

stol