Sonntag, 25. Februar 2018

Platter und die ÖVP sind die großen Sieger

Landeshauptmann Günther Platter wird zwar – anders als Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich – im Bundesland Tirol nicht mit absoluter Mehrheit regieren können. Aber seine Volkspartei schaffte am Sonntag das erste ÖVP-Plus bei einer Landtagswahl seit der Oberösterreich-Wahl 2009.

Günther Platter ist der große Sieger der Wahl in Tirol.
Günther Platter ist der große Sieger der Wahl in Tirol. - Foto: © APA

Und die Tiroler nahmen mit 44,26 Prozent den Vorarlbergern (41,79 Prozent 2014) parteiintern den zweiten Platz ab.

Ebenso wie vor vier Wochen Mikl-Leitner in Niederösterreich profitierte wohl auch Platter vom Rückenwind aus dem Bund – wo die ÖVP bei der Nationalratswahl 2013 das erste Plus nach einer langen Serie von Verlusten schaffte, Erste wurde und Sebastian Kurz jetzt Kanzler ist.

Aber sein Erfolg ist zu einem guten Teil auch hausgemacht: Denn bei der Nationalratswahl wählten deutlich weniger Tiroler (38,43 Prozent) schwarz als bei der Landtagswahl.

Auch wenn die 44,26 Prozent nur das dritt-schwächste Ergebnis der nun 17 Wahlen im Bundesland Tirol sind, kann sich die ÖVP angesichts des Zuwachses von fast fünf Prozentpunkten über ihren dritten Wahltriumph in Serie freuen.

Zuerst gewann Kurz im Oktober triumphal die Nationalratswahl, dann verteidigte Mikl-Leitner Ende Jänner in Niederösterreich trotz leichtem Minus die Absolute in Mandaten. Und jetzt hat Platter die Führungsposition der Volkspartei ausgebaut – und kann sich aussuchen, mit wem (SPÖ, FPÖ oder Grünen) er eine Koalition bildet.

Außerdem schaffte Platter ein Plus nicht nur im Stimmenanteil, sondern auch um rund 17.000 Stimmen – nach 13 Landtagswahlen seit 2009, bei denen die ÖVP Einbußen hinnehmen musste.

Die bisher letzten Zuwächse gab es 2009 bei den Landtagswahlen in Kärnten und Oberösterreich – wo die ÖVP dann bei den jeweils nächsten Wahlen wieder einbrach, in Oberösterreich sogar um mehr als zehn Prozentpunkte.

Die Volkspartei im Bundesland Tirol hat sich damit aus dem historischen Tief – in das sie 2013 gefallen war – wieder herausbewegt.

apa

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stol