Zu vier Demonstrationszügen und mehreren Kundgebungen von EU-Gegnern und -Befürwortern werden am Samstag bis zu 30.000 Menschen erwartet. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich gewaltbereite Mitglieder des sogenannten „Schwarzen Blocks“ aus dem In- und Ausland darunter mischten, hieß es am Freitag bei der Polizei in Rom.Mit dem „Schwarzen Block“ hat auch Südtirol schon seine Erfahrungen gemacht: Unvergessen die Szenen vom Mai vergangenen Jahres am Brenner, als sich die Aktivisten Schlägereien mit österreichischen als auch italienischen Ordnungshütern geliefert hatten. Grund für die Auseinandersetzung war die Diskussion um die Brennergrenze.5000 Sicherheitskräfte stehen im EinsatzIm Zentrum der Stadt sind am Samstag Lieferwagen verboten. Laut italienischen Medien sollen 5000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein.Auch auf dem Tiber fuhr die Polizei bereits am Freitag Patrouille. Zu genauen Zahlen der Einsatzkräfte wollten sich Polizei und Innenministerium nicht äußern. Innenminister Marco Minniti kündigte eine harte Linie gegen Gewalttäter an. „Wir sind in einer Demokratie. Das Grundprinzip ist die Meinungsfreiheit, mit einer Grenze: der Gewalt“, sagte er der Zeitung „Il Messaggero“.Das Zentrum von Rom um den Veranstaltungsort am Kapitolshügel wurde zur Sicherheitszone erklärt. Autos und Fußgänger dürfen am Samstag nicht in die Sperrzone. Für Unmut bei vielen Römern sorgte, dass die Demonstrationszüge dicht beieinander liegen. Geschäftsleute äußerten die Sorge vor Vandalismus.dpa/stol