Dienstag, 23. Februar 2016

Portugal will Migranten aus Österreich aufnehmen

Die portugiesische Regierung will zusätzlich zur EU-Quote noch 5800 Flüchtlinge aufnehmen und hat entsprechende Ersuchen an Österreich, Griechenland, Italien und Schweden geschickt.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bedankte sich am Dienstag beim portugiesischen Premierminister Antonio Costa für seine Solidarität, bezeichnete das Angebot auf APA-Anfrage aber als „nicht sinnvoll“.

Laut seinem Büro sprach der Kanzler von einem „positiven Beispiel“, er legte aber Wert darauf, dass die Verteilung der Flüchtlinge an den Außengrenzen stattfinden muss.

Faymann: „Es ist nicht sinnvoll, dass Menschen 2000 Kilometer von der griechischen Grenze bis nach Österreich kommen und wir sie dann, wieder über 2000 Kilometer in die andere Richtung nach Portugal führen. Die Verteilung kann nicht in Österreich funktionieren, die Verteilung muss an der EU-Außengrenze funktionieren.“

Der Sozialist Costa hatte den Vorschlag unter anderem am vergangenen Freitag unterbreitet und erklärt, dass rund 2500 bis 3000 Flüchtlinge in Portugal in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft arbeiten könnten. „Da gibt es Jobs, wo wir in Portugal Arbeitskräftemangel haben“, so Costa laut der Nachrichtenagentur AFP. Weiters könnten rund 2.000 Studenten und 800 in der Berufsausbildung befindliche Flüchtlinge aufgenommen werden.

apa

stol