Präsident Bashar al-Assad hat seine Kandidatur offiziell noch nicht angekündigt, es wird aber erwartet, dass er eine Wiederwahl für weitere sieben Jahre anstrebt. Seit heute können sich Kandidaten für die Wahlen registrieren.Das syrische Parlament hatte aber schon Mitte März die Weichen für Assads Wiederwahl gestellt. Es stimmte für ein neues Wahlrecht, das die Exil-Opposition faktisch von der Wahl ausschließt. Zwar können erstmals seit Jahrzehnten auch Mitglieder von Oppositionsparteien kandidieren. Gleichzeitig wurde aber festgelegt, dass die Bewerber in den zurückliegenden zehn Jahren ununterbrochen in Syrien gelebt haben müssen und neben der syrischen keine andere Staatsangehörigkeit haben dürfen.Zahlreiche Vertreter der Syrischen Nationalen Koalition, die von Istanbul aus als Sprachrohr der gemäßigten Opposition und Ansprechpartner des Westens auftritt, sind somit von der Wahl ausgeschlossen. In Syrien herrscht der Bürgerkrieg, der im März 2011 mit zunächst friedlichen Protesten gegen die Staatsführung unter Assad begann.apa/afp